de.wedoany.com-Bericht: Die Universität Ljubljana in Slowenien hat ein neues Hochleistungsrechner-System (HPC) namens „FRIDA" in Betrieb genommen.
Das FRIDA-System ist auf dem Dach der Fakultät für Informatik und Informationswissenschaft (FRI) der Universität untergebracht und in einem containerisierten Rechenzentrumsdesign konzipiert. Es soll interdisziplinäre Projekte zwischen Forschern und dem Privatsektor unterstützen.

FRIDA erreicht bei niedriger Präzision eine Rechenleistung von 708 Petaflops. Die Dekanin der Fakultät für Informatik und Informationswissenschaft, Dr. Mojca Ciglarič, erklärte, dass FRIDA direkt die Mission der FRI als zentrale treibende Kraft der technologischen Entwicklung Sloweniens unterstütze, indem es erstklassiges Forschungswissen mit modernster Infrastruktur verbinde und Durchbrüche in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Supercomputing ermögliche; das System biete der slowenischen Wirtschaft eine Plattform zum Testen zukünftiger Technologien und stelle einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil dar.
Die Universität Ljubljana gab an, dass FRIDA mit 104 GPUs der siebten Generation ausgestattet sei, darunter die NVIDIA Blackwell B200- und B300-AI-GPUs. Diese Kerne sind über ein leistungsstarkes Netzwerk verbunden und werden durch ein hybrides Luft- und Flüssigkeitskühlsystem gekühlt, sodass KI-Modelle innerhalb von Stunden oder Tagen trainiert werden können. Die Universität bezeichnet FRIDA als das leistungsstärkste HPC-System Sloweniens, dessen Lernfähigkeit bei Berechnungen mit niedriger Präzision und dünnbesetzten Matrizen 1,42 Exaflops erreiche. Diese Lernfähigkeit sei doppelt so hoch wie die des Vega-HPC-Systems, einem 6,9-Petaflops-System, das 2021 im Rahmen des Projekts der Europäischen Hochleistungsrechner-Gemeinschaft (European High Performance Computing, kurz EuroHPC) eingeführt wurde.
Mit FRIDA erweitert sich der kleine, aber wachsende Markt für Rechenzentren in Slowenien weiter. Laut Daten von DataCenterMap verfügt das Land derzeit über 20 solcher Einrichtungen, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Ljubljana konzentrieren. Zu den kürzlich fertiggestellten Einrichtungen gehören ein Rechenzentrum, das 2025 über dem Logistikzentrum der Post des Ministeriums für digitale Transformation errichtet wurde, sowie ein weiteres HPC-System in der nordöstlichen Stadt Maribor. Das Maribor-Projekt wird, ebenso wie Vega, teilweise von der EuroHPC-Gemeinschaft finanziert, hat Gesamtkosten von 18 Millionen Euro und wird ein HPC-System sowie eine „KI-Fabrik" beherbergen.
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