de.wedoany.com-Bericht: Das Brasilianische Institut für Polystyrolschaum (Inbrapex) wird am 23. Juni die erste nationale EPS-Konferenz (Eneps 2026) veranstalten, um den Markt zu stärken, nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Vertretung von Unternehmen in der Produktionskette von Polystyrolschaum (allgemein unter dem Markennamen „Isopor“ bekannt) zu erweitern. Die gemeinnützige Organisation, deren Gründungsmitglieder Unternehmen wie CPE Plásticos, Fibraform, Grupo Copobrás, Grupo Isorecort, Meiwa Embalagens und Santa Luzia sind, hat das Ziel, die gesamte brasilianische EPS-Produktionskette zu vertreten und Kommunikationskanäle mit der Regierung und der Gesellschaft aufzubauen.
Das Institut wurde als Vernetzungsnetzwerk zwischen Unternehmen und Branchenexperten gegründet und widmet sich der Stärkung der institutionellen Position von Polystyrolschaum in Brasilien, mit Schwerpunkt auf Innovation, Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Nutzung. Zu den Arbeitsbereichen gehören Initiativen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von EPS sowie die Entwicklung von Lösungen, die den ökologischen und produktionstechnischen Anforderungen der Branche entsprechen. Die Initiative plant, rund 50 brasilianische EPS-Unternehmen zu vereinen, um der Branche eine einheitliche technische Stimme zu verleihen. Unter der Leitung von Ivam Michaltchuk, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Umweltbildung verfügt und als Präsident fungiert, will die Organisation die öffentliche Wahrnehmung von Polystyrolschaum verändern und es als strategisches Element einer kohlenstoffarmen Wirtschaft positionieren. Das Material besteht zu weniger als 5 % aus Rohstoffen und zu 95 % aus Luft, ist chemisch inert, geruchlos und bietet eine hohe Leistungsfähigkeit bei Wärme- und Schalldämmung.
Kurzfristig priorisiert die Einrichtung die Rückwärtslogistik und die Datengenerierung. Auf der ersten Eneps 2026-Konferenz wird Inbrapex einen technischen Bericht vorlegen, der auf einer Studie von Cetea der Unicamp (2018) basiert und die nationalen und internationalen Vorschriften für dieses Material zusammenfasst. Die Veranstaltung wird auch Erfolgsbeispiele für die Rückwärtslogistik und Kreislauffähigkeit dieses Materials in Brasilien präsentieren. Darüber hinaus ist die direkte Zusammenarbeit mit Recyclinggenossenschaften ein weiterer Schlüsselbereich, der im Einklang mit der nationalen Abfallpolitik steht. Das ordnungsgemäße Recycling von EPS verwandelt Abfälle in Einkommen für Sammler und entlastet Deponien. Die Mitgliedsunternehmen Meiwa und Santa Luzia stellen Verdichter zur Verfügung, um das Materialvolumen zu reduzieren und die Logistikkosten zu senken. Diese Geräte werden über Leihverträge bereitgestellt, arbeiten durch Reibung, haben niedrige Betriebskosten und schaffen gleichzeitig Arbeit und Einkommen für die Genossenschaften.

Mittelfristig bereitet das Institut die Einführung des Projekts INBRAEDUCA im August vor, das zunächst in Schulen in Curitiba und Ponta Grossa (Bundesstaat Paraná) in Zusammenarbeit mit dem privaten Schulverband Sinepe-PR umgesetzt wird. Das Programm bezieht Grundschüler in Themen der Kreislaufwirtschaft ein und zielt darauf ab, Gewohnheiten zur korrekten Abfalltrennung zu fördern. Die Branche zeigt auch im regulatorischen Bereich Initiative: Städte wie Ponta Grossa und Iguaçu haben bereits Gesetze verabschiedet, die die unsachgemäße Entsorgung von EPS verbieten und so ein günstiges Umfeld für die Rückwärtslogistik schaffen. Polystyrolschaum wird im Bauwesen, in der Kühlkette, in technischen Verpackungen und industriellen Lösungen eingesetzt und gewinnt aufgrund seiner thermischen Effizienz, Leichtigkeit und Vielseitigkeit Marktanteile in Brasilien.
Die sechs Unternehmen, die Inbrapex beigetreten sind, bekräftigen ihr Engagement für nachhaltige Innovation. Úrsula Huang, Nachhaltigkeitsdirektorin von Meiwa Embalagens, erklärte, dass das Institut ein wichtiger strategischer Partner zur Förderung der Kreislaufwirtschaft von EPS in Brasilien sei. Renan Nieuhes Nunes, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanager von Grupo Copobrás, bezeichnete die Gründung des Instituts als wichtigen Meilenstein zur Stärkung der Industriekette. Rodrigo Rezende, Direktor von Grupo Isorecort, sieht in der Vernetzung der Industriekette den Weg zu nachhaltiger Innovation. Die Eneps 2026-Konferenz findet am 23. Juni von 8:00 bis 13:00 Uhr im Jupiter-Auditorium, Avenida Paulista 807, 17. Stock, in São Paulo statt. Der Hauptsitz des Brasilianischen Instituts für Polystyrolschaum (Inbrapex) befindet sich im 5. Stock, Block B, Avenida Juscelino Kubitscheck 2041, JK-Komplex, Olympisches Dorf, São Paulo. Weitere Informationen sind auf der Website www.inbrapex.org.br erhältlich.
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