Synthomer verkauft tschechisches Acrylat-Monomer-Geschäft an Mutares
2026-06-21 13:42
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de.wedoany.com-Bericht: Die Synthomer-Gruppe hat den Verkauf ihres Acrylat-Monomer-Geschäfts in der Tschechischen Republik an die in München ansässige Private-Equity-Gesellschaft Mutares bekannt gegeben. Diese Entscheidung ist Teil der strategischen Neuausrichtung von Synthomer, die darauf abzielt, das Portfolio zu verschlanken und sich auf margenstärkere, wachstumsstärkere Spezialchemiebereiche zu konzentrieren.

Das veräußerte Acrylat-Monomer-Geschäft, das unter dem Namen Synthomer a.s. firmiert, ist ein wichtiger Lieferant von Acryl- und verwandten Monomeren auf dem europäischen Markt. Der Standort in Sokolov (Tschechien) beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Das Geschäft beliefert nicht nur externe Kunden, sondern unterstützt auch die nachgelagerten Aktivitäten von Synthomer durch die Lieferung von Acrylmonomeren an Konzerngesellschaften und die Herstellung von Acryldispersionen. Diese internen Liefervereinbarungen bleiben nach der Übernahme durch Mutares bestehen.

Der Verkauf ist ein konkreter Schritt von Synthomer, sich aus hochzyklischen und kapitalintensiven vorgelagerten Geschäften zurückzuziehen. Acrylat-Monomere, das letzte vorgelagerte Geschäft im Portfolio des Unternehmens, wurde nach einer strategischen Überprüfung im Oktober 2022 als nicht zum Kerngeschäft gehörend eingestuft. Michael Willome, CEO von Synthomer, erklärte, dass diese Ankündigung ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Unternehmensstrategie sei, die darauf abziele, das Geschäft zu vereinfachen und sich stärker auf die Spezialchemie-Märkte zu konzentrieren, in denen das Unternehmen über eine nachhaltig führende Position verfüge. Er zeigte sich zuversichtlich in die Fähigkeiten von Mutares, das Acrylat-Monomer-Geschäft in die nächste Entwicklungsphase zu führen.

Die Finanzdaten zeigen, dass Acrylat-Monomere im Jahr 2025 einen externen Umsatz von 68 Millionen Euro erzielte, jedoch einen bereinigten EBITDA-Verlust von 10 Millionen Euro verzeichnete. Aufgrund kurzfristiger Marktschwankungen und Kostensenkungen verbesserten sich die Transaktionsbedingungen des Geschäfts Anfang 2026 und erreichten die Gewinnschwelle. Synthomer wies darauf hin, dass das Geschäft jährlich Investitionsausgaben von rund 5 Millionen Euro benötigt, was seinen kapitalintensiven Charakter unterstreicht. Die Transaktion soll voraussichtlich bis Ende des dritten Quartals 2026 abgeschlossen werden und beinhaltet eine auf drei Jahre angelegte Cash-Sharing-Vereinbarung in Höhe von maximal 12 Millionen Euro. Bei Abschluss ist keine anfängliche Zahlung fällig, und zur Sicherstellung der Betriebskontinuität erhält das ausgegliederte Unternehmen 5 Millionen Euro in bar für den Working-Capital-Bedarf.

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