Uruguay: 50 Millionen US-Dollar für Logistik-Hub-Projekt Cebollatí geplant
2026-06-21 14:30
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de.wedoany.com-Bericht: Das von dem uruguayischen Unternehmen Exportia (ein Joint Venture von Cinclus und Dervalix) vorangetriebene Logistik-Hub-Projekt Cebollatí (Nodo Logístico Cebollatí) befindet sich in einer entscheidenden Phase der Genehmigung und Planung. Das Projekt sieht Investitionen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar vor. Geplant ist der Bau eines multifunktionalen Binnenhafens am Fluss Cebollatí im Departamento Treinta y Tres, um Produkten aus dem Nordosten des Landes einen neuen Exportweg zu den Häfen im Süden Brasiliens zu eröffnen.

Federico Artigas, Direktor von Exportia, erklärte in einem Interview mit Radio Carve, dass der Standort des Hafens auf einem 40 Hektar großen Grundstück am linken Ufer des Flusses Cebollatí liegt, acht Kilometer von dessen Mündung in die Laguna Merín entfernt, gegenüber der Isla del Padre. Nach mehreren technischen Studien wurde diese Region als am besten geeignet für die Entwicklung einer groß angelegten Binnenlogistikplattform eingestuft. Die Machbarkeitsstudien begannen vor mehr als drei Jahren, und das Unternehmen beantragt seit über einem Jahr die erforderlichen Genehmigungen bei den öffentlichen Stellen. Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der öffentlichen Auslegung der Flächennutzungsänderung und des integrierten Aktionsplans, einem notwendigen vorbereitenden Schritt für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Das Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten (Ministerio de Transporte y Obras Públicas) hat mitgeteilt, dass in den kommenden Tagen die öffentliche Bekanntmachung zur Nutzung des öffentlichen Flussbetts veröffentlicht wird. Dieser Fortschritt wird als entscheidend für die weitere Umsetzung des Projekts angesehen.

Das Projekt zielt darauf ab, eine neue Logistikroute für die nordöstliche Region zu schaffen, die unter hohen Transportkosten leidet und Schwierigkeiten hat, Industrie- und Agrarinvestitionen anzuziehen. Die Binnenwasserstraßenverbindung wird es uruguayischen Produkten ermöglichen, über die brasilianischen Häfen Río Grande und Porto Alegre exportiert zu werden, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit mehrerer Produktionssektoren gesteigert wird.

Der Betriebsplan sieht den Einsatz von selbstfahrenden Lastkähnen vor, ähnlich denen, die derzeit auf der Laguna de los Patos verkehren. Ein einzelner Lastkahn hat eine Kapazität, die 80 bis 100 Lastwagen entspricht, ist etwa 90 Meter lang und 14 Meter breit und kann große Mengen an Fracht zu geringen Kosten transportieren. Zu den erwarteten Gütern im Hafen gehören Reis, Sojabohnen, Forstprodukte, Düngemittel, Klinker und Containerfracht. Artigas wies darauf hin, dass 50 bis 60 Prozent des potenziellen Transportbedarfs in der Region bereits bestehen; der Rest werde sich mit der Konsolidierung des Hafenbetriebs und neuen Produktionsinvestitionen nach und nach entwickeln.

Das Projekt wird in Phasen umgesetzt. In der ersten Phase sind Investitionen von fast 20 Millionen US-Dollar vorgesehen, mit denen voraussichtlich etwa die Hälfte des geplanten Frachtaufkommens abgewickelt werden kann. Sobald mit dem Bau des Hafens begonnen wird, kann er innerhalb von 12 bis 18 Monaten in Betrieb genommen werden. Ziel ist es, diese Anfangsphase bis 2028 abzuschließen. In den folgenden Phasen wird der Hafen schrittweise erweitert, ebenso wie die dazugehörige Logistikinfrastruktur. Der gesamte Bauzeitraum erstreckt sich über fünf bis sieben Jahre. Gleichzeitig müssen einige Zufahrtsstraßen verbessert werden, insbesondere ein etwa sechs Kilometer langer Abschnitt von der Straße Camino de La Balsa bis zum Hafengrundstück.

Exportia betrachtet die Unterzeichnung eines Vertrags zwischen dem brasilianischen Unternehmen Eco Prime Engenharia Ltda. und dem brasilianischen Nationalen Verkehrsinfrastrukturdepartement (Departamento Nacional de Infraestructura de Transportes, DNIT) über die Ausbaggerung der Flussläufe San Gonzalo und Sangradouro als einen wichtigen Meilenstein. Artigas erklärte, diese Entscheidung habe die Fortschritte des Projekts beschleunigt und die Aussichten auf eine künftige logistische Integration zwischen Uruguay und Brasilien gestärkt, einschließlich der Möglichkeit, in der Region ein Containerterminal in beträchtlichem Umfang zu betreiben.

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