Südkoreanisches Hancom erhält 31,9 Milliarden Won und expandiert mit Sovereign Agentic OS nach Europa
2026-06-21 15:46
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de.wedoany.com-Bericht: Hancom hat durch den Verkauf seiner Anteile an Hancom InSpace 31,9 Milliarden Won in bar erhalten. Das Unternehmen plant, diese Mittel für die globale Expansion des Geschäfts mit dem „Sovereign Agentic Operating System" zu verwenden, insbesondere für die Kundenakquise und den Ausbau von Partnerschaften auf dem europäischen Markt.

Hancom gab am 18. in einer Mitteilung bekannt, dass es 3.094.234 Aktien von Hancom InSpace verkauft hat, was einem Anteil von 26,08 % entspricht. Der Kaufpreis pro Aktie betrug 3.516 Won, der Veräußerungspreis 10.317 Won, der Gesamtverkaufserlös belief sich auf 31.923.210.000 Won. Die Kapitalrendite bezogen auf die Gesamtinvestition von 8.630.890.000 Won beträgt 269,87 %. Das Unternehmen erklärte, dass es rund sechs Jahre nach der Eingliederung von Hancom InSpace im Jahr 2020 Investitionsergebnisse erzielt und Finanzierungsquellen für zukünftiges Wachstum gesichert habe.

Hancom-CEO Kim Yeon-soo (Bildquelle: Hancom)

Die Tochtergesellschaft Hancom With plant ebenfalls, ihre 719.442 Aktien (Anteil 6,2 %) zu denselben Bedingungen zu verkaufen. Dadurch dürfte sich die Liquidität auf Konzernebene weiter erhöhen. Im Rahmen dieses Verkaufs hat Hancom beschlossen, die Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft zu finanzieren, um das zukünftige Wachstum von Hancom InSpace und den Börsengang (IPO) zu unterstützen sowie alle Mitarbeiter zu belohnen, die zur technologischen Entwicklung beigetragen haben.

Dieser Verkauf steht im Zusammenhang mit der von Hancom vorangetriebenen Strategie zur Expansion des KI-Geschäfts. Das Unternehmen beschleunigt seinen Wandel vom traditionellen Bürosoftwareanbieter zu einer KI-Plattform. Das auf der Pressekonferenz im letzten Monat vorgestellte Sovereign Agentic Operating System ist das Kernstück dieser Strategie. Die Plattform verbindet unternehmenseigene Daten, externe KI-Modelle und Geschäftssysteme und unterstützt die Entwicklung und den Betrieb von KI-Agenten. Hancom plant, neben der Erschließung regulierter Branchen wie dem öffentlichen Sektor, dem Finanzwesen und dem Gesundheitswesen auch das Geschäft auf Überseemärkte auszuweiten.

Insbesondere forciert das Unternehmen die Erschließung des europäischen Marktes. Hancom-CEO Kim Yeon-soo erklärte, dass man angesichts der Verschärfung der europäischen Datenhoheitspolitik und des Trends zu strengeren Vorschriften für die digitale Barrierefreiheit konkret eine lokale Markteintrittsstrategie ausarbeite. Das Unternehmen gab damals an, die Zusammenarbeit mit drei europäischen lokalen Partnern voranzutreiben. In diesem Monat unterzeichnete das Unternehmen eine Geschäftsvereinbarung mit dem polnischen staatlich anerkannten Forschungs- und Entwicklungszentrum 7Bulls, um mit der gemeinsamen Lokalisierung des Agentic Operating Systems zu beginnen. Zuvor hatte das Unternehmen mit dem polnischen KI-Unternehmen Algomin zusammengearbeitet und beschlossen, ein Technologievalidierungsprojekt für den öffentlichen Sektor durchzuführen.

Europa gilt als streng reguliert in Bezug auf Datenhoheit und den Schutz personenbezogener Daten, was Hancom als Chance betrachtet. Das Unternehmen geht davon aus, dass Einrichtungen im öffentlichen Sektor, im Finanzwesen und im Gesundheitswesen, die sensible Daten verarbeiten, bei der Nutzung externer Clouds eingeschränkt sind, sodass die Nachfrage nach souveräner KI auf Basis lokaler Bereitstellung steigen wird.

Hancom-Hauptsitz Panorama (Bildquelle: Hancom)

Das Unternehmen plant, in der zweiten Jahreshälfte eine Testversion des Agentic Operating Systems zu veröffentlichen und im nächsten Jahr die Kommerzialisierung zu erreichen. Die durch den Aktienverkauf erzielten 31,9 Milliarden Won sollen in den Betrieb des globalen Testdienstes, den Ausbau internationaler Partnerschaften und die lokale Kundenakquise fließen. Die kürzliche Einstellung von Victor Venegas Mendoza, einem Direktor mit über 17 Jahren Erfahrung im Vertrieb von Unternehmenssoftware und Cybersicherheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zur Leitung der europäischen Geschäftsentwicklung wird ebenfalls als Teil dieser Strategie gesehen. Hancom plant, ausgehend von Polen die Expansion des Agentic Operating System-Geschäfts in den wichtigsten europäischen Märkten voranzutreiben.

Hancom-CEO Kim Yeon-soo erklärte, der Verkauf der Hancom InSpace-Anteile sei ein bedeutendes Ergebnis, da er sowohl Investitionserträge realisiert als auch Finanzierungsquellen für den Ausbau des KI-Geschäfts gesichert habe. Das Unternehmen werde die erhaltenen Mittel darauf konzentrieren, globale Kunden für das Agentic Operating System zu gewinnen und auf den Überseemärkten substanzielle Umsätze und Ergebnisse zu erzielen.

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