de.wedoany.com-Bericht: Das kenianische Staatssekretariat für Informations- und Kommunikationstechnologie und die digitale Wirtschaft (State Department for ICT and the Digital Economy) treibt die zweite Phase des Projekts „Digital Transformation Center“ voran und hat bereits Gespräche mit der EU, der deutschen Botschaft, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der estnischen Delegation für Entwicklungszusammenarbeit aufgenommen. Chefsekretär Ingenieur John Kipchumba Tanui leitete die entsprechenden Sitzungen, in denen die Weiterentwicklung des strategischen Rahmens des DTC II sowie die Umsetzung der digitalen Transformationsprioritäten des Landes durch einen gesamtstaatlichen Kooperationsansatz erörtert wurden.

Tanui erklärte, dass die Teilnehmer eine grundsätzliche Einigung über die Vertiefung der Zusammenarbeit mit europäischen Akteuren des digitalen Ökosystems erzielt hätten, die Bereiche wie Open-Source-Innovation, Business Process Outsourcing und die Anbindung des Privatsektors umfasse. Er ist der Ansicht, dass diese Kontakte das wachsende Vertrauen der internationalen Gemeinschaft in Kenia als regionalen digitalen Knotenpunkt und Investitionsstandort widerspiegelten.
In der Sitzung wurden drei Säulen zur Unterstützung des Projektfortschritts festgelegt. Die erste Säule konzentriert sich auf globale digitale Beschäftigung mit dem Ziel, hochwertige digitale Arbeitsplätze zu schaffen, digitale Kompetenzen zu fördern, exportorientierte Technologieunternehmen zu unterstützen und Kenia als globales Ziel für digitale Dienstleistungen zu positionieren. Die zweite Säule umfasst künstliche Intelligenz, Datenschutz und -verwaltung, unterstützt die Umsetzung des neuen nationalen Rahmens für digitale Governance, fördert vertrauenswürdige KI-Anwendungen und legt das Fundament für vertrauenswürdige grenzüberschreitende Datenströme und den internationalen digitalen Handel. Die dritte Säule konzentriert sich auf digitale öffentliche Infrastruktur und digitale öffentliche Güter mit dem Ziel, nahtlose Systeminteroperabilität, digitale Identität, digitale Zahlungen, sicheren Datenaustausch und die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen zu erreichen.
In der Sitzung wurde die Bedeutung der Stärkung eines vertrauenswürdigen digitalen Ökosystems und der regulatorischen Koordinierung für die Erlangung eines Angemessenheitsbeschlusses der EU hervorgehoben. Tanui wies darauf hin, dass die Erreichung dieses Ziels das Vertrauen in den kenianischen Datenschutzrahmen stärken, vertrauenswürdige grenzüberschreitende Datenflüsse fördern, die Möglichkeiten im digitalen Handel und im Business Process Outsourcing erweitern und die Position des Landes als digitaler Knotenpunkt auf dem afrikanischen Kontinent festigen würde.
Tanui erklärte, dass sich alle Beteiligten gemeinsam verpflichtet hätten, die Koordinierung zwischen den Regierungsbehörden zu verstärken und internationale Partnerschaften zu nutzen, um die Umsetzung der digitalen Wirtschaft, Innovation und Investitionen zu beschleunigen. Das Projekt werde weiterhin an der nationalen Strategie ausgerichtet sein, strategische Planung in umsetzbare Maßnahmen umwandeln und konkrete Ergebnisse für Bürger, Unternehmen und Institutionen liefern. Das Projekt baut auf der bestehenden Partnerschaft des kenianischen Digital Transformation Center auf, die Kenia bereits von der Phase der digitalen Politikgestaltung in die Umsetzungsphase geführt hat.
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