Frankreichs Orange und CEA gründen gemeinsames Labor für semantische Kommunikation
2026-06-21 15:57
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de.wedoany.com-Bericht: Orange und die französische Atomenergiebehörde CEA (Alternative Energien und Atomenergiekommission Frankreichs) haben gemeinsam ein Forschungslabor namens „AI-Native Communications" gegründet, das sich der Entwicklung semantischer Kommunikationstechnologien für zukünftige Netzwerke widmet.

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Das Labor wurde offiziell während der VivaTech-Konferenz eröffnet. Orange-CEO Christel Heydemann und CEA-Generaldirektorin Anne-Isabelle Etienvre nahmen gemeinsam an der Enthüllungszeremonie teil, die von der französischen Ministerin für Künstliche Intelligenz und Digitales, Anne Le Hénanff, begleitet wurde.

Semantische Kommunikation verändert die Art und Weise, wie Netzwerke Daten verarbeiten. Im herkömmlichen Modell wird jede Änderung der übertragenen Bits als Fehler gewertet und führt zu einer Verschlechterung der Verbindungsqualität. Bei der semantischen Methode gilt eine Übertragung als erfolgreich, solange der Empfänger die Bedeutung der Nachricht versteht, selbst wenn die empfangenen Daten keine exakte Kopie des gesendeten Inhalts sind.

Orange und CEA geben an, dass diese Methode den Datenverkehr in Netzwerken reduzieren, den Energieverbrauch und den Bedarf an Infrastruktur senken kann. Da KI-Agenten eine immer wichtigere Rolle im Netzwerkbetrieb übernehmen, ermöglicht diese Technologie zudem eine effizientere Interaktion zwischen KI-Agenten.

Im Rahmen der fünfjährigen Zusammenarbeit werden sich die Partner auf die Vorhersage der Netzwerkevolution, die Entwicklung semantischer Kommunikationstechnologien und -anwendungen, den Aufbau gemeinsamer semantischer Repräsentationen zwischen KI-Modellen sowie die Förderung der Erstellung neuer Standards in diesem Bereich konzentrieren.

Das CEA-Team in Grenoble verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der semantischen Kommunikation und unterstützt die französischen Programme „Future Networks" und „France 6G" sowie internationale Projekte wie 6G-GOALS, 6G-DISAC und 6GARROW. Orange beschäftigt rund 700 Forscher und hält etwa 11.000 aktive Patente. Das Unternehmen beteiligt sich eigenständig an Standardisierungsarbeiten wie SUSTAIN-6G, dem Hexa-X-Programm, der NGMN-Allianz und dem globalen IOWN-Forum.

Lyse Brillouet, Executive Vice President für Forschung bei Orange, erklärte, dass das Labor das Engagement des Betreibers unterstreiche, Netzwerke intelligenter, nachhaltiger und von Grund auf für KI zu gestalten, und verknüpfte dieses Projekt mit der breiteren Souveränitätsagenda Frankreichs und Europas. Etienvre betonte, dass diese Zusammenarbeit darauf abziele, Europa in die Lage zu versetzen, mit der zunehmenden Gestaltung intelligenter Netzwerke Technologiestandards zu entwerfen und zu beeinflussen.

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