de.wedoany.com-Bericht: SUSE hat am 18. im Rahmen einer Medienkonferenz seine Unternehmensstrategie für Künstliche Intelligenz-Infrastruktur vorgestellt, die sich im Kern auf Infrastruktursouveränität und Wahlfreiheit konzentriert. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, im Zuge der KI-Transformationswelle eine offene Infrastruktur aufzubauen, die nicht von bestimmten Technologieanbietern abhängig ist.
SUSE betonte auf der Medienkonferenz am 18., dass das Phänomen des „Vendor Lock-in“ – die Abhängigkeit von einem bestimmten Technologie-Stack oder Anbieter – die Flexibilität der Unternehmensinfrastruktur schwächt und sie anfällig für Preisänderungen oder politische Anpassungen macht. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass durch den Aufbau eines offenen Infrastrukturkerns Datenabhängigkeiten verhindert und die Budgetunabhängigkeit sichergestellt werden können, wodurch Mittel für technologische Innovationen reinvestiert werden können.
Um dieses Ziel zu erreichen, erweitert SUSE sein Produktportfolio durch die Partnerschaft mit Oracle, baut in Zusammenarbeit mit NVIDIA „KI-Fabriken“ auf und übernimmt Losant aus dem IoT-Bereich, um sein Ökosystem zu vergrößern.

SUSE betrachtet „Infrastruktursouveränität“ und „Wiederherstellung der Resilienz“ als Kernstücke der Unternehmensinfrastruktur im KI-Zeitalter. Die technische Architektur umfasst zwei Säulen: „KI für die Infrastruktur“ und „Infrastruktur für KI“. Erstere nutzt die Prompt-Funktionen des KI-integrierten Betriebssystems SLES 16 und von SUSE Rancher Prime, um die Selbstheilung und automatische Fehlerbehebung der Infrastruktur zu unterstützen. Letztere konzentriert sich auf die Beseitigung der „Produktionslücke“, d. h. die sichere Migration von KI-Modellen von den persönlichen Geräten der Entwickler in die betriebliche Unternehmensumgebung und die Edge-Infrastruktur.
SUSE CCO Imran Khan erklärte, dass echte Souveränität auf einem geschlossenen, proprietären Infrastruktur-Stack nicht erreicht werden könne. Die Kernphilosophie sei die Wahlfreiheit, die Infrastruktur flexibel an die Geschäftsanforderungen anzubinden.
SUSE Vice President Peter Lees wies darauf hin, dass SUSE Rancher Prime eine einheitliche Verwaltungsebene und ein konsistentes Sicherheitsmodell vom Desktop über das Rechenzentrum bis zur Cloud und zur Edge bietet, um Unternehmen bei der Skalierung von KI-Workloads entsprechend ihrer Betriebsgröße zu unterstützen.
Mit Blick auf den koreanischen Markt identifizierte SUSE fünf große Herausforderungen für lokale Unternehmen: innovative KI-Anwendungen, Sicherheitsvorfälle aufgrund unzureichenden Patch-Managements, hohe Verfügbarkeit der Infrastruktur, explodierende Kosten für GPUs und Arbeitsspeicher sowie Budgetdruck durch Vendor Lock-in. Das Unternehmen schlägt vor, diese Probleme mit der „KI-Fabrik“ in Zusammenarbeit mit NVIDIA, „SUSE Security“ für Zero Trust und „SUSE Rancher Prime“ zur Effizienzsteigerung von GPUs anzugehen. Gleichzeitig soll durch „SUSE Multi-Linux Support“ und „SUSE Multi-Linux Manager“ bei gleichzeitiger Unterstützung der bestehenden Infrastruktur dazu beigetragen werden, die durch die Bindung an bestimmte ausländische Anbieter in die Höhe geschossenen Wartungskosten zu senken. SUSE plant zudem, den Einsatz von Edge Computing in den Bereichen Geräteautomatisierung und vorausschauende Wartung aktiv zu unterstützen.
Lee Dong-hoon, Geschäftsführer von SUSE Korea, erklärte, dass SUSE für koreanische Unternehmen, die aufgrund der Bindung an bestimmte ausländische Anbieter unter Budgetdruck stehen, eine Alternative sei, die die Lizenzkosten senken und die Wahlfreiheit wiederherstellen könne. Das Unternehmen werde auf Basis einer kundenorientierten Politik die Souveränität und Budgetunabhängigkeit der Infrastruktur koreanischer Unternehmen unterstützen.
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