Die Kosten der Einspeisevergütungen für Haushalte, die in den Niederlanden Solarmodule nutzen, sind im vergangenen Monat um rund 10 Prozent gestiegen, wie aus Berechnungen der niederländischen Verbraucherschutzbehörde ACM hervorgeht.
Nach niederländischem Recht dürfen die Versorger ihren Kunden eine Einspeisevergütung berechnen, unangemessene Preise sind jedoch verboten. Laut ACM betraf die Erhöhung um 10 % Haushalte, die im vergangenen Monat neue Energieverträge abgeschlossen hatten.
Die Regulierungsbehörde stellte außerdem fest, dass elf nicht genannte Energieversorger Haushalten mit Solarmodulen auf dem Dach höhere Gebühren berechneten, als sie für den von ihnen erzeugten Strom bezahlten, was zu negativen Einspeisetarifen führte. Eine solche Preisgestaltung ist nach niederländischem Recht zwar nicht verboten, jedoch nur zulässig, wenn dadurch keine unangemessenen Kosten entstehen.
In der ACM-Analyse heißt es, dass die zehnprozentige Erhöhung der Einspeisevergütungen für Solarmodule für Privathaushalte und die negativen Netto-Kompensationsgebühren „Fragen aufwerfen, ob diese Einspeisekosten gerechtfertigt sind“.
Die Regulierungsbehörde plant zu untersuchen, wie Energieversorger die Kosten für Solaranlagen für Privathaushalte in ihre Preise einbeziehen. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.
Die ACM überprüfte die von vier niederländischen Energieversorgern im Jahr 2024 erhobenen Netzgebühren und kam zu dem Schluss, dass die den Besitzern von Solarmodulen berechneten Gebühren „legal“ seien. Die niederländische Regierung plant, das Net-Metering-System des Landes am 1. Januar 2027 zu beenden. ACM sagte, man werde die Preisgerechtigkeit nach diesem Datum „genau beobachten“ und die Gespräche mit der Regierung über künftige Regulierungen fortsetzen.









