de.wedoany.com-Bericht: Die Provinzregierung von Santa Fe hat über ihr Ministerium für Produktionsentwicklung dem nationalen Verkehrssekretariat offiziell einen technisch-strategischen Vorschlag zur Privatisierung, Konzessionierung und Betriebsöffnung des nationalen Güterverkehrsbahnsystems vorgelegt.

Der Vorschlag basiert auf dem Dekret Nr. 67/2025 und der Resolution Nr. 1049/2025. Gemäß dem genannten Dekret hat die nationale Exekutive beschlossen, die Bahnstrecken Belgrano, San Martín und Urquiza innerhalb von 12 Monaten neu zu konfigurieren. Die Provinz Santa Fe ist der Ansicht, dass dieser Schritt darauf abzielt, die Güterverkehrskapazität der argentinischen Eisenbahn zu stärken. Derzeit beträgt das jährliche Gütertransportvolumen des Landes etwa 450 Millionen Tonnen, von denen nur 18,8 Millionen Tonnen per Bahn befördert werden; der Rest ist auf den Straßenverkehr angewiesen, was zu höheren Logistikkosten führt und die Gesamtwettbewerbsfähigkeit schwächt.
Die Provinz Santa Fe betont ihre strategische Position im Außenhandel. Der an den Ufern des Río Paraná gelegene Hafenkomplex der Provinz verarbeitet und versendet 80 % des argentinischen Getreides, der Öle und deren Nebenprodukte; seine Kais tragen 28 % der nationalen Gesamtexporte. Um Transparenz, Vorhersagbarkeit und institutionelle Koordination im Ausschreibungsprozess zu gewährleisten, schlägt die Provinz die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, der das Verkehrssekretariat, die Eisenbahninfrastrukturbehörde (Adif), die Agentur für die Transformation staatlicher Unternehmen (Atep) sowie die Provinzregierung von Santa Fe selbst angehören, mit dem Ziel, technische Lösungen zu bewerten, Investitionen zu koordinieren und die Neuordnung des nationalen Eisenbahnnetzes auf konsultative Weise voranzutreiben.
Eine Kernempfehlung des Vorschlags ist die Fertigstellung des Eisenbahnringprojekts in der Provinzhauptstadt Santa Fe. Dieses Projekt verbindet über die Zweigstrecke F1 den Norden von Santo Tomé und über die Zweigstrecke C Laguna Paiva und ist derzeit zu fast 70 % abgeschlossen. Die lokale Regierung fordert, dass dieses Projekt als vorrangige Maßnahme klar in die Ausschreibungsunterlagen aufgenommen wird, mit festgelegten Ausführungsfristen und Startterminen, und dass Bieter, die sich zu einer vorzeitigen Umsetzung verpflichten, positiv bewertet werden.
Das Dokument schlägt außerdem die Entwicklung spezieller Eisenbahnzweigstrecken vor, um die Anbindung von Genossenschaften, Lagern, Hafenanlagen und Industrieanlagen zu verbessern. Zu diesem Zweck wird die Einrichtung klarer Mechanismen empfohlen, um die Übertragung oder Bereitstellung stillgelegter Eisenbahninfrastruktur (insbesondere Gleise) durch die Adif zu erleichtern. Darüber hinaus fordert die Provinz eine Analyse der Auswirkungen künftiger Konzessionen auf das Hafensystem von Santa Fe, zu dem die Häfen Rosario, Santa Fe, Villa Constitución, San Lorenzo, Puerto General San Martín und Timbúes gehören.
Ein weiterer Kernpunkt ist die Aufnahme neuer Güterarten im Zusammenhang mit strategischen Sektoren wie Bergbau, Agrarindustrie und Regionalwirtschaft, um das Bahnverkehrsaufkommen zu erhöhen, die Logistikkosten zu senken und den Lkw-Verkehr auf den Straßen zu reduzieren. Der Vorschlag ist Teil der von der Provinzregierung vorangetriebenen Logistikentwicklungsstrategie, die auch neue Wasserstraßenkonzessionen, die Stärkung der öffentlichen Provinzhäfen, Straßenbauprojekte zu den Häfen und die Einführung neuer Transportmodi wie Doppelanhänger-Lkw umfasst. In diesem Rahmen wird das Eisenbahnsystem als wichtiges Instrument zur Steigerung der Exportwettbewerbsfähigkeit und zur Förderung der Integration der Provinz angesehen, mit dem Ziel, Santa Fe, insbesondere die Region Groß-Rosario, als einen der wichtigsten Logistikknotenpunkte Südamerikas zu festigen und die Verbindungen zu neuen Wertschöpfungsketten im Zusammenhang mit der Lithiumproduktion und der Erschließung von Kupferminen in der Region Cuyo zu stärken.
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