de.wedoany.com-Bericht: Edgar Vásquez Vela, Direktor des Zentrums für globale Wirtschaft und Handelsforschung des peruanischen Exporteursverbandes (CIEN-ADEX), erklärte, dass Peru bei voller Nutzung der Infrastruktur im Nordosten und Vorantreiben von Investitionsprojekten zu einer Verbindungsbrücke zwischen Brasilien und den asiatisch-pazifischen Märkten werden könnte. Unternehmen im Norden Brasiliens könnten ihre Logistikzeit dann um bis zu 22 Tage verkürzen.

In einem Vortrag mit dem Titel „Außenhandelsperspektiven und -chancen für Loreto" auf dem von der peruanischen Zentralreservebank (BCRP) organisierten „Wirtschaftsforum der Region Loreto" wies Vásquez Vela darauf hin, dass die Entwicklung dieser bi-ozeanischen Korridore beiden Ländern neue Handelsmöglichkeiten eröffnen, Investitionen in Nordostperu fördern, die lokale Wirtschaft beleben und Arbeitsplätze schaffen werde. Gleichzeitig biete dies Wachstumspotenzial für logistikbezogene Dienstleistungen wie Verpackung, Zertifizierung, Lagerung und Vertrieb.
Trotz erheblicher Unterschiede in Wettbewerbsfähigkeit und Infrastruktur besitze Loreto aufgrund seiner Lage an der Amazonasachse einzigartige Voraussetzungen, um ein strategischer Knotenpunkt für die regionale Integrationsplattform zu werden. Derzeit nutzen Unternehmen im Norden Brasiliens für den Warenbezug eine Route, die den Panamakanal durchquert und einen Großteil des Kontinents umschifft, was mit hohen Kosten und langen Zeiten verbunden ist.
Vásquez Vela erläuterte, dass die nordöstliche Makroregion aus den neun Departements Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad, Cajamarca, Amazonas, San Martín, Ucayali und Loreto bestehe, die zusammen 52,5 % des peruanischen Staatsgebiets und 30,5 % der Bevölkerung (etwa 10,4 Millionen Menschen) ausmachten. Im Jahr 2025 hätten diese Regionen gemeinsam rund 0,8 Prozentpunkte zum nationalen Wirtschaftswachstum beigetragen, wobei die fünf Departements Cajamarca, Lambayeque, Piura, Loreto und Amazonas jeweils über dem landesweiten Durchschnitt von 3,4 % gewachsen seien. Zudem konzentriere sich in dieser Region 19,1 % des gesamten peruanischen Exportwerts (etwa 17,372 Milliarden US-Dollar), und fünf dieser Departements zeigten bei nicht-traditionellen Exportprodukten eine starke Leistung, was auf eine zunehmende Angebotsdiversifizierung und Wertschöpfungssteigerung hindeute.

Von den gesamten peruanischen Exporten nach Brasilien (430 Millionen US-Dollar) würden 58 % (249 Millionen US-Dollar) auf dem Flussweg abgewickelt. Vásquez Vela betonte die entscheidende Bedeutung der Stärkung dieser Transportart, da diese Region die einzige Makroregion Perus sei, die im Handel mit Brasilien den Flusstransport nutze. Er rief dazu auf, die vorhandene Fluss-, See-, Luft- und Landinfrastruktur sowie Projekte wie IIRSA Norte voll auszuschöpfen, um den bi-ozeanischen Korridor zu festigen, der den Handelsaustausch fördert.

Gleichzeitig warnte Vásquez Vela, dass zur Erreichung dieses Ziels der Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse, die Aushandlung neuer Gesundheitsprotokolle, die Wiederaufnahme von Investitionsprojekten zur Stärkung der multimodalen Konnektivität sowie die Vertiefung des bilateralen Abkommens zwischen Peru und Brasilien und die Verschärfung der Korruptionsbekämpfungsklauseln vorangetrieben werden müssten. Im Jahr 2025 seien Gold, Heidelbeeren und Kaffee die drei wichtigsten Exportprodukte der nördlichen Makroregion gewesen, während Loreto hauptsächlich Rohöl und Residual 6-Öl exportiert habe.
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