de.wedoany.com-Bericht: Städte und staatliche Einrichtungen im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato treiben den Ausbau erneuerbarer Energie-infrastruktur durch neue Solar- und Geothermieprojekte voran, um CO₂-Emissionen zu senken, Betriebskosten zu reduzieren und die langfristige Nachhaltigkeit zu stärken.

Das Städtische Wohnungsbauinstitut von León (Instituto Municipal de Vivienda de León, IMUVI) hat in seinen Büroräumen eine Solaranlage in Betrieb genommen, die vom Städtischen Umweltfonds (Fondo Ambiental Municipal, FAM) unterstützt wird. Die Investition für dieses System beträgt 1,161 Millionen Mexikanische Pesos (ca. 66.077 US-Dollar). Es wird erwartet, dass die jährlichen Stromkosten des Instituts dadurch auf nahezu Null sinken, sodass die eingesparten Mittel wieder in Wohnungsbauprojekte fließen können.
„Ab heute wird die vom Institut verbrauchte Energie von Solarzellen erzeugt – ein Schritt zur Förderung der institutionellen Nachhaltigkeit“, erklärte Rodrigo Alonso Díaz, Direktor des Technikbereichs von IMUVI. Die Anlage hat die aufsichtsrechtliche Genehmigung der Bundesstromkommission (CFE) und der Nationalen Energiekommission (Comisión Nacional de Energía, CNE) erhalten. Mit dem Abschluss dieser Genehmigungen ist IMUVI vollständig auf Solarenergie umgestiegen.
Parallel dazu erweitert die Universität von Guanajuato (Universidad de Guanajuato) ihre Infrastruktur für erneuerbare Energien im Rahmen ihres Institutionellen Programms für Energieeffizienz (Programa Institucional de Eficiencia Energética). Auf dem Campus San Carlos wurde ein Solarkraftwerk mit 367 Modulen und einer installierten Leistung von 238,6 Kilowatt-Peak (kWp) in Betrieb genommen. Die erste Ausbaustufe soll eine jährliche Stromerzeugung von 383.111,3 Kilowattstunden erreichen.
L Angaben der Universität entspricht diese Strommenge der Pflanzung von 12.967 Bäumen und vermeidet jährlich rund 168,569 Tonnen CO₂-Äquivalent-Emissionen. Die erzeugte Energie wird bereits in das Verbrauchsnetz des Campus León eingespeist und verringert so die Abhängigkeit vom konventionellen Stromnetz. Das Projekt ist Teil einer Gesamtinvestition von 18 Millionen Mexikanischen Pesos aus dem Fonds für multiple Beiträge im Hochschulbereich (Fondo de Aportaciones Múltiples, FAM) und umfasst weitere Anlagen auf den Campus León, Irapuato-Salamanca und Celaya-Salvatierra.
Im privaten Sektor plant das Unternehmen Energías Alternas, Estudios y Proyectos (ENAL) den Bau eines Geothermiekraftwerks in der Region Laja-Bajío mit einer Investition von 80 Millionen Mexikanischen Pesos. Das Kraftwerk soll mit Binary-Cycle-Technologie arbeiten und unterirdische Wärme zur kontinuierlichen Stromerzeugung nutzen. Die Anlage hat eine anfängliche Kapazität von 12,5 Megawatt und verfügt über die erforderlichen Genehmigungen des Energieministeriums (Secretaría de Energía, SENER), der Nationalen Energiekommission (CNE) und der Bundesstromkommission (CFE). Laut Unternehmensangaben kann das System über einen geschlossenen Kreislauf Wärme an ein Arbeitsmedium übertragen, ohne dass Dampf aus dem Untergrund entnommen werden muss, und so rund um die Uhr Strom liefern. Nach der Einspeisung in das mexikanische nationale Stromsystem (Sistema Eléctrico Nacional) soll das Projekt zur Emissionsminderung beitragen und die Position Guanajuatos bei der Entwicklung sauberer Energien stärken.
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