FAO erwartet globale Getreideproduktion von 2,982 Milliarden Tonnen im Jahr 2026
2026-06-24 10:03
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de.wedoany.com-Bericht: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlichte am 18. Juni 2026 in Rom ihren neuesten Bericht „Food Outlook". Der Bericht zeigt, dass die weltweite Getreideproduktion im Jahr 2026 voraussichtlich um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,982 Milliarden Tonnen zurückgehen wird, aber weiterhin auf einem historisch hohen Niveau bleibt. Es wird erwartet, dass der Verbrauch weiter steigt, wobei der Nahrungsmittelverbrauch voraussichtlich um 1,0 % zunehmen wird.

Aufgrund von Produktionsrückgängen in den wichtigsten Exportländern und -regionen (insbesondere Australien, der Europäischen Union und den USA) wird erwartet, dass die weltweite Weizenproduktion im Wirtschaftsjahr 2026/27 um 3,8 % auf 810,9 Millionen Tonnen sinkt, wobei die US-Produktion voraussichtlich um bis zu 21,3 % zurückgeht. Trotz positiver Aussichten für die Grobfutterproduktion in Südamerika (insbesondere Mais in Argentinien) wird die weltweite Grobfutterproduktion im nächsten Wirtschaftsjahr voraussichtlich um 1,2 % auf 1,619 Milliarden Tonnen sinken, da sowohl die Anbaufläche als auch die Erträge in Nordamerika zurückgehen. Für das Wirtschaftsjahr 2025/26 wird eine Rekordproduktion von 432,3 Millionen Tonnen Sojabohnen erwartet. Die weltweite Fleischproduktion wird voraussichtlich um 1,0 % auf 391,3 Millionen Tonnen steigen, wobei die Geflügelfleischproduktion voraussichtlich um 2,5 % zunehmen wird. Für 2026 wird ein Anstieg der weltweiten Fischerei- und Aquakulturproduktion um 1,0 % auf 200,5 Millionen Tonnen erwartet.

Der FAO-Chefökonom Máximo Torero erklärte, dass die Agrar- und Ernährungssysteme auf Produktionsebene stabil erscheinen, die Risiken jedoch zunehmen, von denen viele schnell die globalen Lieferungen und Zugangsmöglichkeiten beeinträchtigen könnten. Der Bericht weist auch darauf hin, dass Wetterveränderungen (einschließlich des Auftretens von El Niño), Schwankungen auf den Energie- und Düngemittelmärkten aufgrund von Konflikten, geopolitische Spannungen, Unsicherheiten in der Handelspolitik und breitere makroökonomische Widerstände die Marktaussichten weiterhin stark beeinträchtigen. Der Pro-Kopf-Getreideverbrauch in einkommensschwachen Ländern mit Nahrungsmitteldefiziten wird voraussichtlich leicht um 0,4 % zurückgehen.

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