de.wedoany.com-Bericht: Esprinet hat eine strategische Allianz mit dem italienischen Cybersicherheitsunternehmen Dectar geschlossen, um die im Inland entwickelten Cybersicherheitstechnologien zu fördern und den Schutz kritischer Daten und Infrastrukturen zu stärken. Gemäß der Vereinbarung wird Esprinet die Lösungen von Dectar exklusiv an öffentliche Verwaltungen vertreiben, um dem Trend zur Stärkung der digitalen Souveränität zu folgen.

Giovanni Testa, CEO von Esprinet, erklärte, dass sich das Unternehmen von einem Vertriebsführer zu einem Schlüsselakteur in den Bereichen professionelle Dienstleistungen, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Systemintegration entwickelt. Er betrachtet die strategische Allianz mit Dectar als entscheidenden Schritt in diesem Prozess, um im Inland entwickelte Netzwerktechnologien zu fördern, die Kontrolle über kritische Daten und Infrastrukturen zu stärken und zur Schaffung eines widerstandsfähigeren und autonomen digitalen Ökosystems beizutragen. Gleichzeitig betonte er, dass die Zukunft durch Investitionen in Fähigkeiten und junge Menschen gestaltet werden sollte, und freue sich, diese Themen an der Universität Kalabrien diskutieren zu können.
Eine der Kernlösungen der Zusammenarbeit ist die ACSIA SOS-Plattform. Nach Unternehmensangaben kann diese Plattform 98 % der bösartigen Ereignisse und Eindringversuche aktiv abfangen oder blockieren. In den letzten 30 Tagen erkannte die Lösung 540.550 als Bedrohungen eingestufte Ereignisse bei einer Fehlalarmrate von null. Dank der Zusammenarbeit zwischen dem Security Operations Center (SOC) und der Automatisierungsmechanismen der Plattform wurden 99 % der komplexen Reparaturvorgänge erfolgreich gestartet und abgeschlossen, wobei die durchschnittliche Reaktionszeit auf wenige Minuten verkürzt wurde.
Die Bedrohungslage im Bereich Cybersicherheit wird zunehmend ernster. Laut Daten der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (Enisa) vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 wurden etwa 4.875 Cybersicherheitsvorfälle analysiert, die europäische Organisationen schwerwiegend beeinträchtigten. In Italien konzentrieren sich laut dem Clusit-Bericht etwa 10 % der globalen Cyberangriffe, wobei schwerwiegende Vorfälle einen Aufwärtstrend zeigen, insbesondere in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Industrie, Verkehr und Medien.
Stefan Umit Uygur, CEO von Dectar, erklärte, dass diese Zusammenarbeit ein strategischer Schritt zur beschleunigten Einführung vollständig in Italien entwickelter Cybersicherheitstechnologien sei. Er betonte, dass digitale Sicherheit ohne technologische Souveränität nicht möglich sei, und dass lokale Fähigkeiten, Forschung und geistiges Eigentum Organisationen mehr Kontrolle, Transparenz und Widerstandsfähigkeit böten.
Esprinet erzielte 2025 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro, beschäftigt über 1.800 Mitarbeiter, vertreibt 850 Marken und bedient 34.000 aktive Kunden. Der Cybersicherheitsbereich des Konzerns erzielte 2025 einen Umsatz von 221 Millionen Euro, gegenüber 199,4 Millionen Euro im Jahr 2024, mit einem Marktanteil von 21 %. Weltweit bleibt Cyberkriminalität eine der größten wirtschaftlichen Bedrohungen, mit jährlich geschätzten Schäden von über 10,5 Billionen US-Dollar. Verglichen mit Volkswirtschaften würde dieses Phänomen nur hinter den USA und China rangieren. Die Konzernstrategie umfasst auch die Stärkung des Dienstleistungssektors und die Gründung von Innovexya, einem Marktbereich, der sich auf Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Cybersicherheit und Systemintegration konzentriert.
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