Argentinien genehmigt Übernahme von Telecom für 12,5 Milliarden US-Dollar unter Auflagen
2026-06-25 10:51
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de.wedoany.com-Bericht: Die argentinische Regierung hat den Verkauf der Tochtergesellschaft von Telefónica an Telecom Argentina genehmigt. Die Genehmigung ist an die Bedingung geknüpft, dass Telecom im Rahmen der Transaktion Teile des Funkfrequenzspektrums und bestimmte Kunden abtritt, um wettbewerbswidriges Verhalten zu verhindern.

Telecom hatte im vergangenen Jahr eine Vereinbarung zur Übernahme der argentinischen Tochtergesellschaft von Telefónica für 12,5 Milliarden US-Dollar getroffen. Gemäß den Auflagen muss Telecom strategische Vermögenswerte abstoßen, um sicherzustellen, dass andere Betreiber auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben. Die Transaktion wird den argentinischen Telekommunikationsmarkt von drei auf zwei Betreiber reduzieren, wobei AMX (Claro) und Telecom die verbleibenden beiden Betreiber sind. Die argentinische Regulierungsbehörde erklärte, dass die Abtretung von Frequenzen die Entstehung eines dritten Betreibers ermöglichen werde.

Die argentinische nationale Wettbewerbsbehörde (Autoridad Nacional de la Competencia, ANC) wies darauf hin, dass Telecom zur Aufrechterhaltung einer Marktstruktur mit drei starken Wettbewerbern die Geschäftsgrundlage von 6 Millionen aktiven Mobilfunkkunden an einen unabhängigen Erwerber übertragen müsse. Davon befinden sich 4 Millionen Kunden im Großraum Buenos Aires und 2 Millionen in den übrigen Landesteilen. Die Übertragung umfasst Verträge, Rufnummern und Gesprächsaufzeichnungen und ist für die Nutzer kostenlos.

Die ANC nannte den Namen des unabhängigen Telekommunikationsunternehmens nicht, erklärte jedoch, dass künftige Drittanbieter Zugang zu Netzwerk-Sharing-Vereinbarungen erhalten, die es ihnen ermöglichen, die Infrastruktur von Telecom zu nutzen, während sie gleichzeitig eigene Netze aufbauen. Dies umfasst die gemeinsame Nutzung von Antennen und Funkgeräten (RAN-Sharing), die Bereitstellung von Diensten im Netz eines anderen Betreibers (nationales und internationales Roaming) sowie die Unterbringung von Geräten an gemeinsam genutzten Standorten. Diese Regelung gilt mindestens für drei Jahre. Für Telefónica bedeutet dies einen weiteren Schritt zum Rückzug aus einem weiteren lateinamerikanischen Markt. Der spanische Telekommunikationsbetreiber richtet seinen Fokus neu auf Europa und Brasilien aus.

Der Betreiber hat sich bereits aus mehreren anderen lateinamerikanischen Märkten zurückgezogen, darunter Kolumbien, Chile, Ecuador, Peru und Uruguay, und hat einer Transaktion zum Rückzug aus Mexiko zugestimmt.

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