de.wedoany.com-Bericht: Die von Clariant für Tiefseeanwendungen in der Nordsee entwickelte Niedrigdosis-Hydratinhibitor-Technologie HYTREAT ECO hat sich bei Offshore-Ölfeldeinsätzen als konform mit den OSPAR-Umweltauflagen erwiesen und ersetzt unter extremen Bedingungen mit einer Unterkühlung von bis zu 25 °C herkömmliche Methanol- oder Monoethylenglykol (MEG)-Lösungen.

HYTREAT ECO ist ein Anti-Agglomerat-Niedrigdosis-Hydratinhibitor (LDHI-AA), dessen Wirkmechanismus darin besteht, Hydratpartikel in einem dispergierten Zustand zu halten und einen reibungslosen Durchfluss durch das Produktionssystem zu ermöglichen. Feldtestdaten zeigen, dass die Technologie mit einer Dosierung von weniger als 1 % bis 2 % des Wasservolumens eine zuverlässige Fließsicherheit gewährleistet, wobei die Dosierung weit unter der herkömmlicher Methanol- oder MEG-Lösungen liegt und die OSPAR-Umweltanforderungen für die Nordsee vollständig erfüllt.
Die Technologie wurde bereits auf Offshore-Ölfeldern in Norwegen und Großbritannien eingesetzt. In Norwegen trug sie zur erfolgreichen Wiederinbetriebnahme einer reifen Anlage bei – durch das Management des kontinuierlich steigenden Wasseranfalls und die Verringerung der Abhängigkeit von der Glykolregenerierung konnte die Anlage nach einer 24-stündigen Abschaltung unter Bedingungen, die sich im Hydratstabilitätsbereich befanden, problemlos hochgefahren werden, während die Qualität des produzierten Wassers innerhalb der Emissionsgrenzwerte blieb. Damit erreichte die Technologie den Technologiereifegrad 7 (TRL7). In Großbritannien ersetzte HYTREAT ECO die Methanolinjektion am Meeresboden unter extremen Unterkühlungsbedingungen in einem Gaskondensatfeld, wobei die Unterkühlung in der Steigleitung bei einer Abschaltung 25 °C bei 130 barg erreichte und sowohl im Normalbetrieb als auch bei Kaltstartszenarien eine wirksame Kontrolle bot.
Die geringere Dosierung reduziert den Chemikalienverbrauch, die Offshore-Logistik, die Lagerung und den Handhabungsbedarf, was voraussichtlich die mit dem Transport und der Verwendung von Chemikalien verbundenen Emissionen senkt und den Betriebsfußabdruck des Tiefsee-Hydratmanagements weiter verringert.
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