de.wedoany.com-Bericht: Die spanische Red Eléctrica, eine Tochtergesellschaft der Redeia-Gruppe, hat den Bau der neuen 220-kV-Übertragungsleitung Costa de la Luz-Puebla de Guzmán gestartet. Ziel ist es, den Bergbau und die industrielle Entwicklung in der Region Andévalo, einschließlich des pyritführenden Gürtels (Faja Pirítica), zu unterstützen und gleichzeitig die Stromversorgung für neue Gewerbe- und Wohnprojekte im Küstengebiet von Huelva zu stärken.

Das von der Redeia-Tochter, die für die Übertragung und den Betrieb des spanischen Stromsystems verantwortlich ist, vorangetriebene Projekt hat die Gemeinnützigkeitserklärung erhalten und mobilisiert Investitionen in Höhe von 27,7 Millionen Euro. Geplant ist der Bau einer 32,4 Kilometer langen Doppelleitungs-Freileitung, die in der Nähe des Umspannwerks Costa de la LuzUmspannwerk ein 0,9 Kilometer langes Erdkabelsegment umfasst.
Die neue Leitung verläuft vollständig in der Provinz Huelva und durchquert die Gemeinden Lepe, Cartaya, Villanueva de los Castillejos, El Almendro und Puebla de Guzmán. Ihr Hauptzweck besteht darin, den expandierenden Bereichen für Bergbau, Industrietätigkeiten sowie Gewerbe- und Wohnnutzung eine größere Übertragungsnetzkapazität und Vernetzungsfähigkeit zu bieten.
Neben der neuen Leitung umfasst das Projekt auch Umbauten an den zugehörigen Umspannwerken. Im 220-kV-Umspannwerk Puebla de Guzmán werden zwei neue Abzweige mit den Bezeichnungen Costa de la Luz 1 und Costa de la Luz 2 errichtet, um die neue Leitung an das Übertragungsnetz anzuschließen. Im 220-kV-Umspannwerk Costa de la Luz ist eine Erweiterung mittels gasisolierter Schaltanlagen (GIS)-Technologie geplant, die eine kompakte Installation der Anlagen in Gebäuden ermöglicht und im Vergleich zu herkömmlichen Freiluftkonfigurationen eine geringere Grundfläche und eine bessere Integration in die Umgebung bietet.
Die neue Leitung ist eines der im aktuellen Stromplan für die Provinz Huelva aufgeführten Entwicklungsprojekte. Die Infrastruktur in diesem Rahmen gilt als strategisch bedeutsam für die Deckung des Strombedarfs im Zusammenhang mit der industriellen, logistischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Zu den kurzfristig geplanten Maßnahmen gehört auch das 220-kV-Umspannwerk Condado in der Gemeinde La Palma del Condado, das die Integration von Huelva und der Provinz in das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz fördern und die Schaffung eines Logistikknotens zwischen Südspanien, Portugal und anderen Teilen der Iberischen Halbinsel unterstützen soll.
Der aktuelle Plan umfasst auch die derzeit im Bau befindliche Doppelleitungs-Übertragungsleitung Colón-Santiponce. Diese Infrastrukturen sind zusammen mit der Leitung Costa de la Luz-Puebla de Guzmán ein wichtiger Bestandteil zur Stärkung des Übertragungsnetzes von Huelva, um neue Nachfrageschwerpunkte zu bedienen und die Stromabgabe und -versorgung in Industrie-, Bergbau-, Logistik- und Wohngebieten zu verbessern.
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