Vattenfall baut Solarpark in Deutschland und reduziert CO₂-Emissionen um 67 % mit kohlenstoffarmem Stahl
2026-06-26 15:13
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de.wedoany.com-Bericht: Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat beim Bau des Solarparks Juliusburg/Krukow im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein durch den Einsatz von kohlenstoffarmem Stahl des schwedischen Stahlherstellers SSAB in der Unterkonstruktion der Photovoltaikmodule die CO₂-Emissionen in Bau und Lieferkette um 67 % gesenkt.

Die Solarenergie trägt bereits zum Klimaschutz in Deutschland bei, doch auch der Bau von Solarparks verursacht CO₂-Emissionen. Dieser Aspekt fand in der Vergangenheit weniger Beachtung. Vattenfall plant daher, beim Bau von Solar- und Windparks möglichst kohlenstoffarme Materialien einzusetzen. Im Projekt Juliusburg/Krukow verwendet das Unternehmen erstmals in seinem Krukow-Areal kohlenstoffarmen Stahl für die Unterkonstruktion der Solarmodule (das Photovoltaik-Montagesystem). Dieser Stahl wird von SSAB aus nahezu 100 % Schrott hergestellt und trägt die Produktbezeichnung SSAB Zero™. Er bietet die gleiche Leistung und Qualität wie herkömmlicher Stahl. Im Vergleich zu konventionellem Stahl reduziert SSAB Zero die CO₂-Emissionen um 67 %, von 460 Tonnen auf 153 Tonnen.

Claus Wattendrup, Leiter des Bereichs Solar und Batterien bei Vattenfall, erklärte, dass der im Solarpark erzeugte Strom dazu beitragen werde, die Abhängigkeit Deutschlands von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Freiheit von fossilen Brennstoffen beginne jedoch am Anfang der Lieferkette. Das Unternehmen freue sich, gemeinsam mit SSAB einen Schritt zur Nutzung von kohlenstoffarmem Stahl für die Unterkonstruktion zu gehen und als Branchenpionier das langfristige gesellschaftliche Ziel einer fossilfreien Zukunft zu unterstützen. Matts Nilsson, Vizepräsident von SSAB Europa und Vertriebsleiter, betonte, dass bei der Kombination sauberer Energie wie Solarenergie mit kohlenstoffarmen Materialien der gesamte Klimafußabdruck der Wertschöpfungskette reduziert werde. SSAB Zero™ biete dekarbonisierten Stahl mit gleicher Leistung und Qualität wie herkömmlicher Stahl. Die Entscheidung von Vattenfall, diesen Stahl im Solarpark einzusetzen, sei ein wichtiges Beispiel dafür, wie ambitionierte Kunden dazu beitragen könnten, Lösungen zur Emissionsreduzierung zu skalieren und die Nachfrage nach sauberen Materialien aufzubauen.

Der Solarpark Juliusburg/Krukow liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein, nahe den Gemeinden Juliusburg und Krukow. Die Nennleistung des Solarparks beträgt 80 Megawatt Peak (MWp). Er kann jährlich bis zu etwa 80 GWh fossilfreien Solarstrom erzeugen. Die gesamte Projektfläche umfasst rund 74 Hektar. Im Krukow-Teil des Projekts wird für die Unterkonstruktion kohlenstoffarmer Stahl von SSAB verwendet, wodurch die CO₂-Emissionen in Bau und Lieferkette im Vergleich zu herkömmlichem Stahl um 67 % gesenkt werden.

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