Neue Biogasanlage in Spanien erzeugt 58 GWh Biomethan pro Jahr und installiert erstes Pasteurisierungssystem
2026-08-11 16:08
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Eine neu in Betrieb genommene anaerobe Vergärungsanlage in Südspanien hat das erste Pasteurisierungssystem für Gärreste des Landes installiert, das von HRS Heat Exchangers geliefert wurde. Das System fügt dem Gärrest eine spezielle Behandlungsstufe hinzu, um dem Betreiber die Einhaltung der europäischen Tiernebenerzeugnis-Verordnung zu ermöglichen und das Material für die Verwendung als landwirtschaftlicher Dünger vorzubereiten.

Der Bau der Anlage begann im Jahr 2025. Bei voller Auslastung wird eine jährliche Produktion von 58 GWh Biomethan erwartet, das in das spanische Stromnetz eingespeist wird; die Jahresproduktion soll schätzungsweise den Energiebedarf von etwa 11.000 Haushalten decken.

Die Anlage verarbeitet landwirtschaftliche und tierische Reststoffe, darunter Oliventrester, Molke, Schweinegülle und Hühnermist. Die anaerobe Vergärung wandelt diese Einsatzstoffe in erneuerbares Gas um, erzeugt jedoch gleichzeitig Gärreste mit Nährstoffen, die auf Ackerland zurückgeführt werden können. Da die Einsatzstoffe tierische Nebenerzeugnisse enthalten, müssen die Gärreste vor der landwirtschaftlichen Verwendung pasteurisiert werden – eine Anforderung der europäischen Verordnung (EG) Nr. 1069/2009, die das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern auf Böden, Nutzpflanzen oder Vieh verringern soll.

Das HRS-System kann täglich bis zu 220 Tonnen Gärreste verarbeiten. Drei Tanks ermöglichen einen kontinuierlichen Betrieb, wobei Beschickung, Pasteurisierung und Entleerung in getrennten Behältern erfolgen. Ein gewellter Doppelrohr-Wärmetauscher erhöht die Temperatur der Gärreste auf 167 Grad Fahrenheit; das System ist zudem für Schwankungen bei Zulauftemperatur und -konsistenz ausgelegt, ein wichtiger Aspekt für Anlagen, die vielfältige organische Abfälle verarbeiten.

Um die für die Pasteurisierung benötigte Energie zu reduzieren, überträgt das System Wärme von den behandelten Gärresten auf das kältere, in den Prozess eintretende Material. HRS schätzt, dass die Wärmerückgewinnung bis zu die Hälfte der Prozesswärme wiederverwenden kann, was voraussichtlich etwa 17,5 GWh Wärmeenergie pro Jahr einspart und rund 375 Tonnen CO₂-Emissionen vermeidet. Diese Zahlen sind Schätzungen des Lieferanten und keine unabhängig verifizierten Betriebsergebnisse; die tatsächliche Leistung hängt von Faktoren wie Anlagenauslastung, Temperatur der Zulaufgärreste, Rohstoffzusammensetzung und täglichen Betriebsbedingungen ab.

HRS lieferte die Ausrüstung als schlüsselfertiges Gesamtpaket, einschließlich Pumpen, Tanks, Steuerungssystem, Instrumentierung, Ventilen, Rohrleitungen und Wärmetauschern. Laut Unternehmensangaben wählte der Kunde das System, nachdem er ähnliche Anlagen in anaeroben Vergärungsanlagen anderer Länder besichtigt hatte.

Das Projekt spiegelt die breitere Expansion der spanischen Biomethanbranche wider. HRS berichtet, dass Spanien im Jahr 2024 zwölf in Betrieb befindliche Biomethananlagen hatte, die Zahl bis 2025 auf 25 stieg und bis Ende 2026 voraussichtlich 46 erreichen wird; zudem könnten bis zu 90 Projekte bis 2027 in Betrieb gehen. Diese Prognosen hängen weiterhin von Faktoren wie Genehmigungen, Finanzierung, Rohstoffverfügbarkeit und Zugang zum Erdgasnetz ab. Mit fortschreitenden Projekten wird das Gärrestmanagement in der kommerziellen und regulatorischen Planung weiter an Bedeutung gewinnen.

Für Landwirte könnte das Projekt einen weiteren Weg zur Verarbeitung von Tier- und Lebensmittelverarbeitungsreststoffen bieten; die erzeugten Gärreste können zudem synthetische Düngemittel teilweise ersetzen. Für Entwickler beeinflusst die effektive Behandlung von Gärresten Betriebskosten, landwirtschaftliche Partnerschaften, Umweltkonformität und lokale Akzeptanz; die Anlage in Spanien bietet ein frühes Referenzbeispiel für die Integration von Pasteurisierung und Wärmerückgewinnung in große Biomethananlagen.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com