de.wedoany.com-Bericht: Unilever arbeitet mit Accenture zusammen, um eine mehrjährige Initiative voranzutreiben, bei der in den nächsten 18 Monaten über 40 neue digitale Zwillinge entwickelt werden. Die Technologie hat bereits in mehreren Produktionsstätten weltweit messbare Ergebnisse erzielt.
Zu den konkreten Erfolgen gehört das Werk von Unilever in Raeford, North Carolina. Dort werden mit Hilfe KI-gestützter digitaler Zwillinge Körperpflegemarken wie Dove, Degree und Axe hergestellt. Das System kann 95 % der Prozessengpässe bei der Herstellung von Deodorant-Sticks vorhersagen, den Abfall um 20 % reduzieren und gleichzeitig die Produktionskapazität um 10 % steigern.
Digitale Zwillinge dienen als virtuelle Kopien von Fabrikanlagen und Produktionslinien und modellieren die Leistung von Maschinen und Prozessen anhand von Echtzeit-Produktionsdaten. In Kombination mit KI-gestützten Analyse- und Agentenfähigkeiten können Hersteller Wartungsbedarf vorhersagen, Produktionsprobleme früher erkennen und Prozessverbesserungen simulieren, bevor sie in der Fabrikhalle umgesetzt werden.
Die Ausweitung des Einsatzes ist Teil einer umfassenderen Strategie von Unilever, den Einsatz von KI in der Fertigung und in der Lieferkette zu beschleunigen. Adam Raeburn-James, Vice President für globale digitale Geschäftsabläufe bei Unilever, betonte, dass die Ausweitung von KI auf den Betrieb nicht nur eine technologische Veränderung sei, sondern ein Bekenntnis zu hochwertigen Produkten, Nachhaltigkeit und der Befähigung der Fabrikteams. Durch die Zusammenarbeit mit Accenture zur Beschleunigung digitaler Zwillinge verwandle das Unternehmen Innovation in messbare Auswirkungen und schaffe ideale Marken für 3,7 Milliarden Verbraucher weltweit.
Accenture unterstützt die Einführung industrieller KI-Fähigkeiten, die fortschrittliche Analysen mit KI-Agenten kombinieren, um den Wartungsbedarf von Anlagen vorherzusagen, die Betriebsleistung zu verbessern und Fertigungsteams zu helfen, schneller auf sich ändernde Produktionsbedingungen zu reagieren. Mit zunehmendem Vertrauen in die Technologie können bestimmte Prozessanpassungen unter menschlicher Aufsicht automatisiert werden.
Nicole van Det, CEO von Accenture in den Niederlanden und Nordeuropa sowie Global Client Lead für Unilever, wies darauf hin, dass Unilever seit langem für seine Exzellenz in der Lieferkette bekannt sei. Die Ausweitung des Einsatzes digitaler Zwillinge in der Fertigung spiegele das anhaltende Engagement des Unternehmens für Technologie und Talente wider. Durch frühzeitige Investitionen in KI setze das Unternehmen Maßstäbe für die Kombination fortschrittlicher Werkzeuge mit intelligentem Prozessdesign und disziplinierter Umsetzung in der Fabrikhalle. Gemeinsam setzten beide Unternehmen einen Benchmark dafür, wie industrielle KI langfristigen Wert im Konsumgütersektor schaffen kann.
Neben North Carolina hat Unilever bereits in mehreren internationalen Produktionsstätten digitale Zwillinge implementiert. Der Energiedigitale Zwilling im Werk Haldia, Indien, reduziert den Wärmeverbrauch bei der Waschmittelproduktion. Systeme in Werken in Polen, Indien und Vietnam tragen dazu bei, die Produktkonsistenz zu verbessern, Produktionsausfallzeiten zu reduzieren und den Rohstoffabfall zu verringern.
In der nächsten Phase der Implementierung werden innerhalb der nächsten 18 Monate über 40 weitere digitale Zwillinge erstellt. Damit wird ein Bauplan für die skalierbare Einführung im gesamten globalen Fertigungsnetzwerk von Unilever erstellt, um durch KI-gesteuerten Betrieb Effizienz, Produktqualität und Nachhaltigkeit zu steigern.
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