de.wedoany.com-Bericht: Matt Branda, Vizepräsident von Impinj, erklärte in einem Podcast, dass RAIN-RFID als passive drahtlose Technologie sich rasant vom Einzelhandel auf die Bereiche Lieferkette und Logistik ausweitet und zu einer entscheidenden Sensorebene für die Verbindung der physischen Welt mit digitalen Systemen wird. Die Branche vernetzt jährlich nahezu 50 Milliarden Gegenstände und hat sich für viele führende Unternehmen zu einer unternehmenskritischen Aufgabe entwickelt.
In der Podcast-Sendung „Amelia's Weekly Fish Fry" auf EEJournal.com erläuterte Branda, dass RAIN-RFID in der Lage ist, innerhalb von zehn Metern Entfernung hunderte Objekte pro Sekunde zu erkennen, zu verfolgen und zu lokalisieren – ohne Sichtkontakt. Er wies darauf hin, dass es sich bei dieser Technologie nicht um einen einfachen Ersatz für Barcodes handelt; in den letzten Jahren haben sich völlig neue autonome Anwendungsfälle entwickelt, die RAIN-RFID zu einer grundlegenden IoT-Technologie machen. Die Kosten für die Etikettierung eines Gegenstands liegen heute bei nur wenigen Cent, und es werden keine Batterien benötigt.
Branda betonte, dass Impinj eine grundlegende treibende Kraft im Bereich RAIN-RFID darstellt. Das Unternehmen entwickelt Hochfrequenzprodukte – von winzigen integrierten Schaltkreisen bis hin zu Infrastruktur-Hardware – und hat ein globales Partner-Ökosystem aufgebaut. Ende 2024 stellte Impinj seinen Innovationsbaukasten Gen2X der gesamten Branche zur Verfügung, um die nächste Phase der RAIN-RFID-Einführung voranzutreiben.
Zu den wichtigsten Innovationen der Technologie fasste Branda drei Bereiche zusammen. Erstens: Die Reichweite der Verbindung wurde erweitert, die Etikettenkosten auf wenige Cent gesenkt und die Leistungsfähigkeit verbessert, sodass nahezu alle Gegenstände vernetzt werden können – einschließlich Produkte auf Flüssigkeiten und Metallverpackungen, die traditionell schwer zu handhaben waren. Zweitens: Der Aufstieg autonomer Lese-Lösungen; diese dauerhaft installierten Systeme bieten eine kontinuierliche, Echtzeit-Transparenz über Bestände und Asset-Bewegungen, deren Daten für KI-Entscheidungssysteme genutzt werden können. Drittens: Verbesserte Sicherheitsfähigkeiten; die Technologie kann Objekte nicht nur identifizieren und schützen, sondern auch deren Echtheit überprüfen, um Betrug und Graumarkt-Umlenkungen zu bekämpfen.
Auf der Anwendungsebene wies Branda darauf hin, dass der Einzelhandel derzeit am stärksten betroffen ist; die Inventurgeschwindigkeit mit RAIN-RFID ist etwa 25-mal schneller als mit herkömmlichem Barcode-Scannen. Bei der Verlustreduzierung bietet die Technologie Echtzeit-Transparenz auf Artikelebene und hilft Einzelhändlern bei der Nachbestückung. Darüber hinaus nutzen Logistikunternehmen wie UPS RAIN-RFID bereits zur Automatisierung der Paketverfolgung und zur Vermeidung von Transportfehlern. Auch die Verfolgung medizinischer Geräte, die Gepäcküberwachung und die Fertigungsautomatisierung sind wichtige Anwendungsszenarien.
Branda erwähnte zudem, dass Unternehmen im gesamten Industriesektor RAIN-RFID inzwischen als strategische Aufgabe betrachten. Bei der Verbindung der physischen Welt mit digitalen Systemen entwickelt es sich allmählich zu einer physischen Intelligenzschicht, die Daten für KI-Entscheidungen bereitstellt.
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