de.wedoany.com-Bericht: Der neuseeländische Wasserversorger Watercare hat mit dem norwegischen Unternehmen Cambi einen Vertrag über die Einführung von zwei Thermohydrolyse-Verfahrenssystemen für das Modernisierungsprojekt der Kläranlage Rosedale in Auckland unterzeichnet. Das Projekt umfasst eine Investition von 28 Millionen Neuseeland-Dollar und soll 2028 in Betrieb gehen.
Dieses Thermohydrolysesystem behandelt den bei der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm mit hohen Temperaturen und hohem Druck. Es ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsplans für die Kläranlage Rosedale, der darauf abzielt, den wachsenden Abwasserbehandlungsbedarf im nördlichen Raum Aucklands zu decken. Rob Burchell, Projektleiter von Watercare, erklärte, dass Cambi weltweit führender Anbieter von Thermohydrolysesystemen sei und man sich freue, diese Technologie in die Anlage einzuführen.
Derzeit verfügt die Kläranlage Rosedale über vier Faultürme. Burchell erläuterte, dass der Abwasserzufluss zur Anlage in etwa zehn Jahren, wenn die Northern Interceptor-Abwasserleitung vollständig in Betrieb ist, nahezu verdoppelt werde. Die Thermohydrolysetechnologie könne die Menge an Faulschlamm reduzieren, sodass der erhöhte Zufluss ohne den Bau neuer Faultürme bewältigt werden könne; gleichzeitig würden durch das Verfahren pasteurisierte Biosolide erzeugt, die als Dünger verwendet werden könnten.
Die Technologie verspreche zudem eine Steigerung der Biogasproduktion und unterstütze die Emissionsminderung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien im Betrieb. Die erhöhte Biogasmenge werde ausreichen, um den Betrieb der Anlage mit Strom zu versorgen, und möglicherweise könne ein Teil des Stroms ins Netz eingespeist werden. Nach Abschluss der Installation werde Rosedale die größte Thermohydrolyseanlage des Landes sein.
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