de.wedoany.com-Bericht: Ein Unternehmen namens Lonestar Data Holdings plant den Bau eines Rechenzentrums auf dem Mond, um die Datenspeicherung und -verarbeitung ins Weltall zu verlagern.
Der Präsident des Unternehmens, Stephen Eisele, erklärte, dass die Auslagerung von Daten ins All eine höhere Sicherheit vor irdischen Bedrohungen und Hackerangriffen bieten könne. Kürzlich führte Lonestar erfolgreich einen Test durch: Ein mikroskopisches Rechenzentrum in der Größe eines Hardcover-Buches wurde von der von SpaceX gestarteten Mondlandefähre Athena zum Mond gebracht.
Künstliche Intelligenz und die Expansion digitaler Geschäfte treiben den Datenverarbeitungsbedarf kontinuierlich in die Höhe und belasten die bestehende Infrastruktur auf der Erde. Aufgrund von Umweltproblemen, der Verfügbarkeit von Grundstücken und dem Widerstand lokaler Gemeinschaften wird es zunehmend schwieriger, geeignete Standorte für Rechenzentren auf der Erde zu finden. Weltraum-Rechenzentren könnten diese Probleme umgehen, indem sie die unbegrenzte Sonnenenergie im All nutzen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die lokale Umwelt auf der Erde eliminieren.
Aktuelle Studien, darunter eine von Thales Alenia Space im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie, untersuchen die Machbarkeit von orbitalen Rechenzentren. Die vorgeschlagene Satellitenkonstellation würde eine Rechenleistung bieten, die mit großen terrestrischen Rechenzentren vergleichbar ist, und es ist geplant, modulare, skalierbare Systeme im Orbit zu bauen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass dieser Ansatz weiterhin erhebliche Hürden darstellt, darunter die hohen Kosten für den Start von Ausrüstung, die Herausforderungen der Kühlung in der Schwerelosigkeit sowie die Risiken durch Weltraumwetter und Weltraumschrott.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Lonestar optimistisch. Das Unternehmen plant, bis 2027 ein Mondorbit-Rechenzentrum zu starten und erwartet eine breitere Anwendung innerhalb des nächsten Jahrzehnts. Diese Weltraumlösungen könnten die Datensicherheit erhöhen und die Einhaltung von Datensouveränitätsgesetzen erleichtern, da im Weltraum gespeicherte Daten dem Recht des Landes unterliegen, das die Hardware gestartet hat. Mit wachsendem Interesse und Investitionen in der Branche könnte der zukünftige Standort von Rechenzentren über die Erde hinausgehen und eine neue Richtung für den Aufbau digitaler Infrastruktur darstellen.
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