de.wedoany.com-Bericht: Spirit Yachts aus Großbritannien verlagert beim Bau von Luxusyachten das Eignererlebnis durch Projektmanagement, Technologieintegration und Kundenbeziehungspflege vor in die Bauphase und verlängert es über die Übergabe hinaus.
Das Projektteam fotografiert wöchentlich jede im Bau befindliche Yacht und sendet Berichte an die Eigner. Geschäftsführerin Karen Underwood erklärt, dass diese Bildmaterialien GoPro-Zeitrafferaufnahmen sowie professionell erstellte Videos und Fotos umfassen. Jedes Bild wird katalogisiert und in einem ständig wachsenden digitalen Archiv gespeichert, wodurch eine vollständige visuelle Dokumentation entsteht. Marketingdirektorin Helen Porter weist darauf hin, dass die Eigner stark in das Projekt investiert sind, regelmäßig zu Besuch kommen und mit der Entwicklung der Beziehung eine tiefere emotionale Bindung zur Yacht aufbauen. Diese Updates erhöhen gleichzeitig die Transparenz bei Meilensteinen und Ratenzahlungen. Für wichtige Meilensteine wie Kiellegung, Rumpfdrehung und Aufsetzen des Steuerhauses werden für Eigner, die nicht vor Ort sein können, Videos erstellt. Die Bauzeit beträgt in der Regel 18 Monate bis 3 Jahre.
Mit der wachsenden Nachfrage der Eigner nach vernetzten Erlebnissen integriert Spirit mehr Technologie in seine Yachten. Underwood stellt fest, dass die Eigner an Bord das gleiche technische Erlebnis wünschen wie zu Hause und im Auto, wobei Sicherheit eine wichtige Rolle spielt. Eine kürzlich ausgelieferte Q7 ist mit dem Sentinel-Überwachungssystem ausgestattet, das es dem Eigner ermöglicht, den Zustand der Yacht über eine App auf dem iPhone aus der Ferne zu überwachen. Bei der Technologieanwendung betont Underwood die Ausgewogenheit, um eine übermäßige Komplexität der Bedienung zu vermeiden. Die neu eingeführte P50 integriert Volvo Penta IPS-Antriebe und Joystick-Steuerung, um die Bedienung zu vereinfachen und die Einstiegshürde für das Bootfahren zu senken. Sie ist der Ansicht, dass dies dazu beiträgt, neue Zielgruppen für den Yachtbereich zu gewinnen. Die Eigner zeigen großes Interesse an Elektrifizierung, doch sowohl Underwood als auch Porter weisen darauf hin, dass die Batterietechnologie für große Yachten derzeit eine Herausforderung darstellt. Porter erwähnt, dass die Anzahl der benötigten Batterien für eine 80-Fuß-Yacht und der Leistungsbedarf zur Deckung der Hotellast und des Gästeerlebnisses Platzprobleme aufwerfen.

Zukunftsorientiertes Design ist ein Kernbestandteil der Unternehmensphilosophie. Während des langen Bauprozesses können sich die Ambitionen der Eigner ändern, und das Team antizipiert frühzeitig zukünftige Reisegebiete, Nutzungsmuster und Anforderungen. Underwood führt als Beispiel an, dass das Unternehmen bei Projekten, die ursprünglich als Kreuzfahrtyacht in Auftrag gegeben wurden, bei denen sich der Eigner aber später für eine Teilnahme an Regatten entscheidet, bereits während der Bauphase verschiedene Leistungsoptionen berücksichtigt. Diese Strategie basiert auf einer engen Kommunikation während des Baus. Das Unternehmen legt auch großen Wert auf Unterstützung nach der Übergabe. Porter erklärt, dass der Kundendienst eine Fortsetzung der Kundenbeziehung aus der Bauphase ist und die kontinuierliche Unterstützung ein wichtiger Bestandteil des Unternehmensversprechens ist.
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