de.wedoany.com-Bericht: Die Deutschland Stützmauern auf beiden Seiten der Alten Synagoge im Stadtteil Hohenlimburg in Hagen werden aufgrund von strukturellen Schrägstellungen und teilweisem Einsturz von der Spesa Spezialbau und Sanierung GmbH abgerissen und neu aufgebaut, wobei das historische Mauerwerk gemäß den Denkmalschutzauflagen wiederhergestellt wird. Das Projekt wurde von den Wirtschaftsbetrieben Hagen AöR (WBH) in Auftrag gegeben, um die strukturellen Sicherheitsrisiken dauerhaft zu beseitigen.
Die 1870 erbaute Synagoge liegt auf einem schmalen Hanggrundstück und dient heute als Museum und Veranstaltungsort. Die beiden Stützmauern stützen einen bis zu 40 Grad steilen Hang sowie die angrenzende Böschung. Eine strukturelle Untersuchung ergab, dass eine Stützmauer geneigt ist und ein anderer Mauerabschnitt eingestürzt ist. Zuvor dienten große Big Bags als provisorische Stützen, schränkten jedoch den Arbeitsbereich erheblich ein. Die Materialbewertung ergab, dass aufgrund der starken Schädigung eine Sanierung nur durch vollständigen Abriss und Neubau möglich ist.
Der Bauleiter Sebastian Otto erklärte, dass die Big Bags die notwendige strukturelle Unterstützung bieten und nur schrittweise entfernt werden können, was auf der engen Baustelle zusätzliche logistische Herausforderungen mit sich bringt. Da die beiden Stützmauern nicht als tragende oder schwere Wände gebaut wurden, sondern lediglich die Oberfläche des dahinter liegenden Gesteins stabilisieren, ist der Abriss relativ einfach. Die vorhandenen Schäden sind hauptsächlich auf Verwitterungseinflüsse und Wurzeldruck der oberen Gesteinsschichten zurückzuführen.
Zunächst werden die vorhandenen Natursteine vorsichtig entfernt. Diese Steine werden gemäß den Denkmalschutzauflagen fixiert, zwischengelagert und für den Wiedereinbau vorbereitet. Aufgrund des begrenzten Platzes stellt die Lagerung eine logistische Herausforderung dar, jedoch ist keine detaillierte Vermessung jedes einzelnen Steins erforderlich. Nach dem Abriss wird mit Bohrgeräten und Baggern eine Spritzbetonschale aufgebracht, um den Hang zu sichern. Auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern werden 75 Tonnen Spritzbeton aufgetragen und zusätzlich 110 Anker zur Verstärkung verwendet. Erst nach Abschluss des tragenden Hangsicherungssystems wird die Stützmauer mit den originalen historischen Steinen wieder aufgebaut. Das vorhandene Ziegelmauerwerk wird nicht mehr verwendet; der gesamte Wiederaufbau erfolgt ausschließlich mit Natursteinen. Fehlende Steine werden durch örtlich vergleichbare Natursteine ersetzt, um das historische Erscheinungsbild zu wahren.
Der Hohlraum zwischen der Spritzbetonschale und dem Natursteinmauerwerk wird schichtweise mit Einzelkornbeton verfüllt. Otto wies darauf hin, dass diese Methode eine präzise Kontrolle des Drucks des frischen Betons ermöglicht. Die neue Natursteinmauer übernimmt keine tragende Funktion für den Hang, sondern trägt nur ihr eigenes Gewicht und den Druck der Drainageschicht. Die Arbeiten begannen im Februar und sollen voraussichtlich im Juli 2026 abgeschlossen sein. Mit dieser Sanierung leistet Spesa einen Beitrag zum Schutz dieses kulturell bedeutenden Ortes und zur Verbesserung der Umgebung für Besucher.
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