Brasilianisches Unternehmen BioCambio stellt biologische Lösung gegen Saprolegniose vor
2026-06-30 14:26
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de.wedoany.com-Bericht: Axel Paulsen, Direktor von BioCambio, veröffentlichte einen Gastbeitrag, in dem er biologische Lösungen als Alternative zu herkömmlichen chemischen Methoden zur Bekämpfung von Pilzinfektionen durch Saprolegnia in der Süßwasseraquakultur vorschlägt. Das von dem Unternehmen eingeführte Programm Bioescudo 24/7 basiert auf einer Biotechnologie namens „Multifunktionaler Mikrobieller Kern (NMM)“, die zwei Mikroorganismen umfasst: Lactobacillus plantarum und Saccharomyces cerevisiae.

Paulsen weist darauf hin, dass die globale Aquakulturindustrie jährlich mindestens 10 % wirtschaftliche Verluste durch Pilzinfektionen erleidet. Neben dem häufigen Parasiten Saprolegnia parasitica gibt es auch andere aggressive Stämme wie Saprolegnia diclina, Saprolegnia ferax und Saprolegnia australis. Traditionell werden chemische Behandlungen wie Formalinbäder, Bronopol und hochkonzentriertes Salz zur Bekämpfung eingesetzt. Diese Methoden bergen jedoch Betriebsrisiken, führen zu ungleichmäßiger Verteilung in den Teichen, können industrielle Abwasserbehandlungssysteme beeinträchtigen und verursachen Leistungseinbußen sowie Biomasseverluste.

Das Programm Bioescudo 24/7 zielt darauf ab, diese Herausforderungen zu bewältigen. BioCambio fungiert als offizielle technische Validierungsstelle von Korin Brasilien im Bereich Kaltwasser und wird vom Mokiti Okada Forschungszentrum (CPMO) unterstützt. Der Kern des Programms liegt in der synergistischen Wirkung von Probiotika und Hefe, die endogenen Schutz und Stimulation, kompetitiven Ausschluss und Bioremediation ermöglicht. Die Hefe wirkt als Immunmodulator, aktiviert die Abwehrkräfte der Fische und stimuliert die Schleimproduktion; Probiotika und Hefe besiedeln das Verdauungssystem und die Schleimhäute der Fische und optimieren so die physische Schutzbarriere von innen heraus. Gleichzeitig konkurrieren die Mikroorganismen durch Besiedlung von Beckenwänden, Teichwänden und Fischhaut mit Saprolegnia um Anhaftungsstellen, beschleunigen den Abbau organischer Stoffe und reduzieren Schwebstoffe im Wasser, wodurch dem Pilz die für seine Vermehrung notwendigen Nährstoffe und der Raum entzogen werden.

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