Preise für ultrafeine Wolle aus Uruguay steigen in der Saison 2025/26 um 97 %
2026-06-30 14:27
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de.wedoany.com-Bericht: Nach den wöchentlich vom Uruguayischen Wollsekretariat (SUL) und Faxlana zusammengestellten Daten zeigt die uruguayische Wollindustrie in der Saison 2025/26 eine positive Entwicklung, die die Lagerbestände in der Industrie und bei den Erzeugern effektiv abgebaut hat. Die Preise für Wolle aller Mikronstufen sind gestiegen, jedoch wurden in der zweiten Hälfte der Saison auch einige Veränderungen beobachtet.

Der Durchschnittspreis aller Transaktionen (unabhängig davon, ob sie aufbereitet und zertifiziert wurden oder nicht) stieg kontinuierlich an. Dabei lag der Durchschnittspreis für ultrafeine Wolle (unter 16,5 Mikron) in der Saison bei 9,74 USD und stieg von 6,50 USD im Juli 2025 auf 12,80 USD im Juni 2026, was einem Anstieg von 97 % entspricht. Der Preis für feine Wolle (16,5 bis 19,5 Mikron) schwankte von 5,62 USD im Juli des Vorjahres auf 11,36 USD im Juni 2026, ein Anstieg von 102 %, mit einem Saisondurchschnittspreis von 7,36 USD.

Der Durchschnittspreis für mittlere Wolle (19,5 bis 24,9 Mikron) lag bei 5,21 USD und stieg von 3,45 USD zu Saisonbeginn auf 8,77 USD am Saisonende, ein Anstieg von 154 %. Grobe Wolle (über 25 Mikron) verzeichnete in dieser Saison den prozentual größten Anstieg, wobei der Preis von 0,50 USD im Juli 2025 auf 2,45 USD im Juni 2026 stieg.

Santiago Onandi, Präsident des Uruguayischen Woll-Konsignations- und Auktionsverbands (UCRLU), erklärte, dass es sich um eine Saison handele, die von niedrigen zu hohen Preisen verlief, wobei die Preise erfolgreich dazu beigetragen hätten, den Großteil der Lagerbestände bei den Erzeugern abzubauen. Er bewertete, dass die meisten Erzeuger mit den Transaktionsergebnissen zufrieden seien, es aber auch Fälle gebe, in denen man der Meinung sei, „eine weitere Woche hätte einen besseren Verkaufspreis bringen können“, und wies darauf hin, dass „niemand“ mit einer solchen Entwicklung von Nachfrage und Preisen in dieser Saison gerechnet habe.

Für die Aussichten der neuen Saison prognostizierte Onandi, dass es trotz möglicher Marktanpassungen aufgrund von Wechselkursen, Lieferqualität oder schwachem Handel dennoch eine Saison mit recht guten Preisen sein werde. Er fügte hinzu, dass in der neuen Saison möglicherweise noch höhere Preisspitzen als in dieser Saison auftreten könnten, der Markt jedoch insgesamt aufgrund der allgemein schrumpfenden Schafbestände und der begrenzten verfügbaren Wolle eine gewisse Preisstabilität beibehalten und auf einem hohen Niveau bleiben werde.

 

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