de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Bergbauunternehmen Vale S.A. veröffentlichte am 15. Juni 2026 seinen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht und kündigte an, bis zu 13 Milliarden Brasilianische Real (etwa 2,56 Milliarden US-Dollar) in Dekarbonisierungsprojekte zu investieren, um freiwillige Emissionsminderungsziele zu erreichen und klimabedingte Risiken zu reduzieren. Vale ist einer der weltweit größten Eisenerzproduzenten mit Hauptsitz in Rio de Janeiro, Brasilien, und produzierte im Jahr 2025 323 Millionen Tonnen Eisenerz.
Laut Vales Angaben umfasst der Investitionsplan mehrere Bereiche, darunter die Dekarbonisierung des Betriebs, die Forschung und Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien sowie die Emissionsminderung in der Lieferkette. Davon sollen bis zu 4 Milliarden BRL direkt für die betriebliche Dekarbonisierung verwendet werden, 24 % fließen in mittelfristige Projekte und 76 % in langfristige Pläne. Zwischen 2020 und 2025 hat Vale bereits insgesamt 9 Milliarden BRL in Dekarbonisierungsprojekte investiert. Das Unternehmen gab keinen konkreten Zeitplan für die diesmaligen 13 Milliarden BRL an.
Auf Projektebene treibt Vale die Umsetzung mehrerer kohlenstoffarmer Technologien voran. Das Unternehmen plant den Bau eines 1,5-Gigawatt-Solarkraftwerks im Bergbaugebiet Carajás im brasilianischen Bundesstaat Pará sowie Pilotprojekte für elektrische Muldenkipper und Biokraftstoff-Alternativen in den Minen Brucutu und Itabira im Bundesstaat Minas Gerais. Bei der Produktion von Eisenerzpellets ersetzt das Unternehmen schrittweise Anthrazitkohle durch Biomasse; Testergebnisse zeigen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um etwa 35 %.
Emilio Moretti, Chief Sustainability Officer von Vale, erklärte, das Unternehmen verpflichte sich, die CO₂-Emissionen der Bereiche 1 und 2 bis 2030 um 33 % zu senken und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Er wies darauf hin, dass Vales Dekarbonisierungsstrategie nicht nur den eigenen Betrieb umfasse, sondern auch die gemeinsame Emissionsminderung mit Kunden und Lieferanten, einschließlich der Entwicklung kohlenstoffarmer Lösungen für die Stahlherstellung. Vale erwartet, dass seine kohlenstoffarmen Eisenerzprodukte (wie „Grünbriketts") bis 2030 15 % bis 20 % der gesamten Eisenerzproduktion des Unternehmens ausmachen werden.
Gustavo Pimenta, CEO von Vale, sagte in dem Bericht, dass die Dekarbonisierungsinvestitionen ein zentraler Bestandteil der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens seien. Er betonte, dass die globale Stahlindustrie unter dem Druck der kohlenstoffarmen Transformation stehe und Vale als Rohstofflieferant in der vorgelagerten Kette die Verantwortung habe, emissionsarme Lösungen bereitzustellen, um die Kunden bei der Erreichung ihrer Emissionsminderungsziele zu unterstützen. Vales Dekarbonisierungsplan stimmt mit der nationalen „Grünen Wachstums"-Politik Brasiliens überein, die in den letzten Jahren durch steuerliche Anreize und zinsgünstige Darlehen Unternehmen zu Investitionen in kohlenstoffarme Technologien ermutigt hat.
Die Ankündigung des 13-Milliarden-BRL-Investitionsplans markiert einen wichtigen Schritt von Vale auf dem Weg zur kohlenstoffarmen Transformation und hat weitreichende Auswirkungen auf die Ökologisierung der globalen Eisenerzlieferkette.









