de.wedoany.com-Bericht: Safaricom gab bekannt, dass die Zahl der registrierten Nutzer seiner einheitlichen Plattform „My OneApp“ in Kenia die Marke von 4,7 Millionen überschritten hat. Der Telekommunikationsanbieter treibt die schrittweise Abschaffung seiner traditionellen digitalen Anwendungen voran.
Die Plattform soll letztlich die eigenständigen M-Pesa- und MySafaricom-Apps ersetzen und mobile Konnektivitätsdienste mit Finanzfunktionen in einer digitalen Oberfläche vereinen.
Peter Gichangi, Leiter für digitalen Handel und Treuedienste bei Safaricom, erklärte in der Sendung „Capital In The Morning“, dass das Unternehmen strengere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt habe, um der zunehmenden Zahl von Social-Engineering-Betrugsfällen entgegenzuwirken.
Laut Gichangi ist die App nun direkt mit der physischen SIM-Karte des Nutzers verknüpft. Ist diese SIM-Karte nicht im Gerät eingelegt, kann weder auf die App zugegriffen noch eine Finanztransaktion durchgeführt werden. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Betrüger mithilfe von Zweitgeräten oder gestohlenen Anmeldedaten aus der Ferne auf Kundenkonten zugreifen.
Derzeit verzeichnet My OneApp rund 1,3 Millionen täglich aktive Nutzer und nahezu 3 Millionen monatlich aktive Nutzer.
Um die Migration der Nutzer zu fördern, hat Safaricom in den älteren M-Pesa- und MySafaricom-Apps Benachrichtigungsbanner eingeblendet, die Kunden auffordern, auf die neue Plattform zu wechseln. Das Unternehmen plant, die alten Apps letztlich aus den App-Stores zu entfernen, sodass My OneApp zum primären digitalen Zugangspunkt für Kunden wird.
Die App wurde im April auf dem Engineering-Gipfel Decode 4.0 in Nairobi erstmals vorgestellt. In der Anfangsphase gab es Herausforderungen, da Nutzer über Authentifizierungsprobleme, den Verlust historischer Daten und fehlende Wi-Fi-Kompatibilität klagten. Safaricom teilte mit, dass das Entwicklungsteam die Wi-Fi-Verbindungsprobleme behoben und mehrere zuvor fehlende Funktionen wiederhergestellt habe.
Der Telekommunikationsanbieter plant zudem weitere Upgrades, die maschinelles Lernen integrieren sollen, um personalisierte Finanzdienstleistungen und automatische wiederkehrende Transaktionen zu ermöglichen. Zu den bevorstehenden Funktionen gehören voraussichtlich Zahlungserinnerungen für Versorgungsrechnungen, Händlerempfehlungen basierend auf Standort und Transaktionshistorie sowie Tools, die Kunden helfen, nahegelegene Händler zu identifizieren, die Zahlungen über Lipa na M-Pesa akzeptieren.
Während Safaricom die digitale Transformation vorantreibt, expandiert das Unternehmen weiterhin in Äthiopien. Auch die Eigentümerstruktur in Kenia steht vor Anpassungen. Die kenianische Regierung verkauft derzeit weitere 15 % der Anteile an Safaricom an das südafrikanische Unternehmen Vodacom. Die Transaktion wird auf rund 204,3 Milliarden Kenia-Schilling geschätzt. Nach Abschluss des Geschäfts wird Vodacoms direkter und indirekter Anteil auf 55 % steigen, während der Anteil der kenianischen Regierung auf 20 % sinkt.









