Volkswagen beendet 1,5-Milliarden-Euro-Autonomie-Partnerschaft mit Bosch
2026-06-30 17:15
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de.wedoany.com-Bericht: Volkswagen plant, die Zusammenarbeit mit Bosch im Bereich des automatisierten Fahrens (Automated Driving Alliance, ADA) zu beenden. Wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf interne Kreise berichtet, seien unzureichende Fortschritte und Kostendruck die Hauptgründe für die Beendigung der Partnerschaft. In das Projekt wurden rund 1,5 Milliarden Euro investiert, doch interne Bewertungen stuften die Technologie als nicht wettbewerbsfähig ein. Insbesondere auf dem Niveau Level 2++, bei dem im Stadtverkehr kein Händeeingriff am Lenkrad erforderlich ist, sieht Volkswagen einen deutlichen Rückstand gegenüber der Konkurrenz.

Vor vier Jahren startete Volkswagen ein großes Projekt mit Bosch, um eine Plattform für autonomes Fahren zu entwickeln. Nun steht diese Zusammenarbeit aus mehreren Gründen vor dem Aus, wie die „Bild am Sonntag“ erfahren hat … (Bild: Volkswagen)

Ein Sprecher der Volkswagen-Softwaretochter Cariad sagte der Zeitung, Volkswagen überprüfe regelmäßig Entwicklungspartnerschaften und bewerte kontinuierlich, ob sie den strategischen Zielen entsprächen. Insbesondere im Bereich der fortschrittlichen Fahrerassistenzsysteme hätten sich der Markt und die Technologie möglicherweise anders entwickelt als zum Zeitpunkt des ursprünglichen Kooperationsbeginns erwartet. Volkswagen äußerte sich nicht zu vertraulichen Gesprächen. Um Kosten zu senken und den Rückstand schneller aufzuholen, plant Volkswagen, Hardware und Software von neuen Partnern zuzukaufen, anstatt sie selbst zu entwickeln.

Der Vertrag über die Zusammenarbeit läuft bis Ende September. Das Bündnis mit Bosch könnte bereits heute endgültig beendet werden. Die Kooperation wurde Anfang 2022 als großes Projekt gestartet, um mit Wettbewerbern wie Tesla und Mercedes-Benz im Bereich des autonomen Fahrens gleichzuziehen. Die beiden Unternehmen planten, mit über 1000 Experten eine gemeinsame Softwareplattform für Fahrerassistenzsysteme zu entwickeln und diese später auch anderen Herstellern anzubieten.

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