de.wedoany.com-Bericht: Am 30. Juni veröffentlichten acht chinesische Ministerien, darunter das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie, die „Durchführungsmeinung zur Förderung der qualitativ hochwertigen Entwicklung des industriellen Internets". Darin wird vorgeschlagen, die Rechenleistungsunterstützung zu verbessern und die gemeinsame Planung und den synchronen Aufbau von Infrastrukturen des industriellen Internets sowie Recheninfrastrukturen wie KI-Rechenzentren und Supercomputing-Anlagen voranzutreiben. Das Dokument schlägt außerdem vor, die Errichtung eines industriellen Rechenleistungsnetzwerks zu erkunden und die dynamische Koordination mehrstufiger Rechenleistung auf Endgerät-, Edge- und Cloud-Ebene zu stärken, um den Bedarf von Unternehmen, Plattformen, Industriegebieten und Branchenakteuren an Rechen-, Netzwerk-, Speicher- und Nutzungsressourcen im Geschäftsbetrieb zu decken.
Diese Maßnahme stellt den Aufbau des industriellen Internets und den Aufbau von Recheninfrastrukturen in denselben Planungsrahmen. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt des industriellen Internets stärker auf Geräteverbindung, Plattformzugang, Identifikationsauflösung, Datenerfassung und System-Cloud-Migration. Nun halten industrielle große Modelle, industrielle KI-Agenten, digitale Zwillinge und das industrielle Metaverse Einzug in die Produktionsstätten. Die alleinige Abhängigkeit von traditionellen Netzwerkverbindungen reicht nicht mehr aus; Fertigungsunternehmen benötigen eine intelligente Rechenleistungsunterstützung, die näher an den Fabriken, Anlagen und Produktionslinien ist.
Die Datentypen in der industriellen Umgebung sind komplex. Sie umfassen sowohl Gerätebetriebsparameter, Sensordaten, visuelle Inspektionsbilder, Prozessdokumente und Qualitätsaufzeichnungen als auch Produktionsplanung, Energiedaten, Lieferkettendaten und Wartungsprotokolle. Verschiedene Daten stellen unterschiedliche Anforderungen an den Standort der Rechenleistung, Latenz, Bandbreite und Sicherheit. Einige Aufgaben eignen sich für die lokale oder Edge-Verarbeitung im Unternehmen, während andere Modelltrainings und standortübergreifende Analysen die Unterstützung durch die Cloud oder KI-Rechenzentren erfordern. Die acht Ministerien schlagen nun eine dynamische Koordination der mehrstufigen Rechenleistung auf Endgerät-, Edge- und Cloud-Ebene vor. Der Schwerpunkt liegt darauf, dass Edge-Rechenleistung vor Ort, regionale Industrie-Clouds, KI-Rechenzentren und Supercomputing-Ressourcen je nach Aufgabenbedarf kombiniert und eingesetzt werden können, um Datenübertragungsengpässe zu reduzieren und die Reaktionsgeschwindigkeit und Verarbeitungseffizienz industrieller KI-Anwendungen zu verbessern.
Die Aufnahme des integrierten Rechenleistungsnetzwerks in die Aufgaben zur qualitativ hochwertigen Entwicklung des industriellen Internets zeigt, dass industrielle Rechenleistung nicht mehr nur eine Angelegenheit von Rechenzentren oder Cloud-Dienstleistern ist. Industriegebiete, führende Fertigungsunternehmen, industrielle Internetplattformen, Gerätehersteller und Softwareanbieter müssen ihre Infrastrukturen im Hinblick auf Rechenleistungszugang, Datenfluss, Modellbereitstellung und Anwendungsausführung neu gestalten.
Das Dokument schlägt vor, sich auf das integrierte Rechenleistungsnetzwerk zu stützen, die Interkonnektivität der Rechenleistung zu stärken, die passgenaue Bereitstellung von intelligenter und Edge-Rechenleistung zu verbessern und die Fähigkeit zur Hochgeschwindigkeitsverarbeitung und Tiefenanalyse massiver heterogener Daten zu erhöhen. Diese Anforderung entspricht direkt Szenarien wie dem Training großer Modelle im Industriebereich und der Echtzeitinteraktion im industriellen Metaverse. Große Industriemodelle benötigen umfangreiche Branchendaten, Prozesskenntnisse und Gerätestatusdaten für Training und Feinabstimmung; das industrielle Metaverse erfordert die Echtzeitmodellierung, -darstellung und -interaktion von Anlagen, Produktionslinien, Fabrikhallen, Logistik und Personaloperationen. Beide Szenarien stellen höhere Anforderungen an Rechenleistung, Netzwerk, Speicher und Sicherheit und werden auch den Bedarf an begleitenden Produkten wie Edge-Servern, industriellen Gateways, intelligenten Controllern, Datenerfassungsgeräten, Hochleistungsspeichern, GPU-Servern und industriellen Softwareplattformen ankurbeln.
Für Fertigungsunternehmen liegt der politische Schwerpunkt nicht nur auf dem „Aufbau von mehr Rechenleistung". Wichtiger ist es, die Rechenleistung an den richtigen Ort zu bringen und die Daten auf eine verfügbare, kontrollierbare und nachvollziehbare Weise in Modelle und Anwendungen einzubinden. Aufgaben mit hohen Echtzeitanforderungen müssen nahe der Produktionslinie verarbeitet werden; standortübergreifende Optimierung und Modelltraining erfordern stärkere zentrale Rechenleistung; Qualitätsanalyse, vorausschauende Wartung und Energieoptimierung erfordern einen kontinuierlichen Datenkreislauf zwischen Edge und Cloud. Nach dem synchronen Aufbau der Infrastrukturen des industriellen Internets mit KI-Rechenzentren und Supercomputing-Anlagen wird die digitale Transformation der Unternehmen vom „Gerätevernetzen" weiter voranschreiten hin zu „Daten sind berechenbar, Modelle sind nutzbar, Anwendungen sind umsetzbar".
Diese Stellungnahme wird auch die Ausrichtung des Aufbaus industrieller Internetplattformen beeinflussen. Plattformunternehmen müssen in Zukunft gleichzeitig die Fähigkeit besitzen, Geräte zu verbinden, Daten zu bündeln, Rechenleistung abzurufen, Modelle bereitzustellen und Branchenanwendungen zu hosten, und dürfen nicht nur auf der Ebene von Daten-Dashboards und Geräteverwaltung verharren. Mit der schrittweisen Bildung des industriellen Rechenleistungsnetzwerks können Branchen wie Stahl, Chemie, Automobil, Elektronik, Maschinenbau, Energie und Bergbau für Modelltraining, Simulationsvalidierung, Produktionsoptimierung und Fernwartung voraussichtlich eine stabilere zugrundeliegende Rechenleistungsunterstützung erhalten.









