Deutscher Multimetall-Recycler Aurubis AG: Recycling-Kupfer könnte bis 2035 25 % des weltweiten Kupferbedarfs decken
2026-07-01 14:29
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de.wedoany.com-Bericht: Deutschland Der Chief Operating Officer des deutschen Nichteisenmetall-Lieferanten Aurubis AG, Inge Hofkens, erklärte auf dem World Mining Congress 2026, dass Metallrecycling bis 2035 bis zu einem Viertel des weltweit benötigten Kupfers liefern könnte, um den durch die Energiewende und Elektrifizierung steigenden Bedarf zu decken. Derzeit stammen weltweit etwa 5 Millionen Tonnen Kupfer aus recycelten Materialien. Es wird erwartet, dass bis 2035 weitere rund 2,5 Millionen Tonnen Sekundärkupfer benötigt werden, um einen Teil der Marktnachfrage zu decken.

Der World Mining Congress 2026 fand vom 24. bis 26. Juni in Lima, Peru, unter dem Motto „Mining for the Future: Trust, Technology and Transformation“ statt. Der Kongress zog Forscher aus 38 Ländern an und umfasste 272 mündliche Vorträge sowie 31 Posterpräsentationen. Hofkens sagte in Lima vor globalen Bergbauvertretern: „Wir können Recycling nicht länger nur als Nachhaltigkeitsthema betrachten – es ist zu einer strategischen Versorgungsfrage geworden.“ Sie wies darauf hin, dass Recycling einen zeitlichen Vorteil gegenüber der Erschließung neuer Minenprojekte biete: Neue Projekte benötigten in der Regel 12 bis 15 Jahre von der Exploration bis zur Produktion, während Investitionen in die Recycling-Infrastruktur in kürzerer Zeit realisiert werden könnten.

Aurubis AG mit Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, ist einer der größten Kupferproduzenten Europas und ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Multimetall-Recycling. Das Unternehmen verarbeitet derzeit jährlich rund 1,1 Millionen Tonnen Recyclingmaterial und hat in den letzten Jahren über 1,5 Milliarden US-Dollar investiert, wovon der Großteil in den Ausbau der Recyclingkapazitäten und die Rückgewinnung kritischer Metalle floss. Hofkens warnte jedoch, dass die größte Herausforderung nicht mehr die Verfügbarkeit von Recyclingtechnologien sei, sondern die Sicherstellung des Zugangs zu recycelbaren Materialien. „Die Nachfrage ist da, die Kapazitäten sind da. Was wir brauchen, ist, dass diese Materialien in das Recyclingsystem gelangen“, sagte sie.

Hofkens ist der Ansicht, dass das Konzept des „Urban Mining“ zunehmend an Bedeutung gewinnen werde, um das Angebot aus neuen Minenbetrieben zu ergänzen. „All diese Materialien wurden bereits abgebaut. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass sie in die Wertschöpfungskette zurückkehren und wiederverwendet werden können“, fasste sie zusammen.

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