de.wedoany.com-Bericht: Der Verpackungshersteller Trombini hat bekannt gegeben, dass er in seiner Wellpappenfabrik in Curitiba (Bundesstaat Paraná, Brasilien) eine 100%ige Rückgewinnung und Wiederverwendung von Druckfarbenabfällen erreicht hat. Durch diese Maßnahme konnte die Menge der seit 2023 extern entsorgten Farbabfälle um 34 % reduziert werden.

Im Jahr 2025 belief sich die Gesamtmenge der vom Unternehmen erzeugten Farbabfälle auf 853 Tonnen, was einem Rückgang von 18 % gegenüber 2024 und 34 % gegenüber 2023 entspricht. Dieses Ergebnis ist auf eine Kombination aus externer Rückgewinnung und interner Wiederverwendung zurückzuführen und veranschaulicht das Prinzip der Kreislaufwirtschaft im industriellen Betrieb.
Das Programm basiert auf einer kontinuierlichen Analyse der Abfallmanagementprozesse des Unternehmens. Um die Abfallerzeugung zu reduzieren und umweltverträgliche Alternativen zu erweitern, wurden spezifische Lösungen für die Abwässer aus Farben und Klebstoffen in den Papiersack- und Wellpappenfabriken entwickelt. In der Papiersackfabrik werden die Rückstände von Farben und Klebstoffen an vom Unternehmen zugelassene Recycler zur Verarbeitung weitergeleitet, um Lösungsmittel, Farbträger und andere wertvolle Industriekomponenten zurückzugewinnen, die als Sekundärrohstoffe wieder in die Produktionskette gelangen. Nicht recycelbare Anteile werden gemäß den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft, der nachhaltigen Abfallwirtschaft und den einschlägigen Umweltvorschriften entsorgt.
In der Wellpappenfabrik wird die Strategie durch interne Kontrollprozesse für Viskosität, Farbton und Rückverfolgbarkeit umgesetzt, bei denen die ursprünglich als Abfall betrachteten Farben im eigenen Betrieb wiederverwendet werden. Derzeit hat das Projekt eine vollständige Wiederverwendung dieses Materials erreicht, wobei die für nicht-volle schwarze Druckanwendungen erforderlichen Leistungseigenschaften erhalten bleiben. Neben den ökologischen Vorteilen bringt die Initiative auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. Allein in zehn Monaten wurden durch die Farbwiederverwendung über 60.000 Brasilianische Real eingespart, während gleichzeitig der Bedarf an Rohstoffeinkäufen sowie die Kosten für Abfallbehandlung und -entsorgung reduziert wurden.
Ariane Acordes, Koordinatorin für Qualität und Umwelt bei Trombini, erklärte, dass das Abfallmanagement eine langfristige Strategie des Unternehmens sei, das kontinuierlich nach Möglichkeiten suche, die Abfallerzeugung zu reduzieren und die Wiederverwendungs- und Recyclingmöglichkeiten zu erweitern. Sie betonte, dass Umwelt- und Betriebsvorteile gleichzeitig realisiert werden könnten, wenn Abfälle wieder in Rohstoffe umgewandelt werden. Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Prozess strenge technische und ökologische Kontrollen erfordert. Neben der vorherigen Genehmigung aller Abfallentsorgungspartner überwacht das Unternehmen kontinuierlich die Umweltgenehmigungen und die technische Leistungsfähigkeit der betreffenden Betriebe, um die Rückverfolgbarkeit und Einhaltung der Vorschriften in allen Phasen sicherzustellen.
Diese Initiative steht in direktem Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens, die auf der Reduzierung der Abfallerzeugung, der Ausweitung der Materialwiederverwendung und der Förderung umweltverträglicher Lösungen basiert. Diese Ergebnisse stärken die Umweltagenda des Unternehmens, die bereits wichtige Anerkennungen erhalten hat. Kürzlich erhielt Trombini das vom Bundesstaat verliehene „Selo Clima Paraná“ (Klimasiegel Paraná), und seine Industrieanlagen in der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná erhielten die Zertifizierung „Aterro Zero“ (Null-Deponie). Das Unternehmen ist außerdem einer der größten Papier- und Kartonrecycler Brasiliens und recycelt monatlich rund 27.000 Tonnen Altpapier.
Marcelo Natividade, Industriedirektor von Trombini, ergänzte, dass Kreislaufwirtschaft nicht erst dann stattfinde, wenn ein Produkt am Ende seiner Lebensdauer recycelt wird, sondern bereits innerhalb der Industrie beginnen müsse, indem Prozesse neu gestaltet werden, damit Abfälle in den Produktionskreislauf zurückkehren. Dies sei die Richtung, die das Unternehmen kontinuierlich verstärke.









