de.wedoany.com-Bericht: AMD hat kürzlich seine AIB-Partner (Sapphire, ASUS, XFX, ASRock u. a.) darüber informiert, dass die Preise für die Radeon-Serie von GPUs und Speicherpaketen ab Juli erneut um 10 % steigen werden. Diese Meldung wurde von Tweaktown unter Berufung auf Informationen des Board Channels Forums veröffentlicht. Die Preiserhöhung betrifft ausschließlich neue Bestellungen; die aktuellen Lagerbestände der Händler bleiben vorerst unberührt. Dies ist die jüngste in einer Reihe von Preiserhöhungen seit Ende 2025.
Der direkte Treiber für die Preiserhöhung ist der sprunghafte Anstieg der GDDR6-Speicherpreise. AMD bietet seinen Partnern Pakete an, die Grafik-Chips und GDDR6-Speicher enthalten, anstatt nackte GPUs separat zu verkaufen. Seit Ende 2025 hat die starke Nachfrage von Rechenzentren nach Künstlicher Intelligenz zu einem deutlichen Anstieg der GDDR6-Spotpreise geführt. Nachdem die Speicherkosten gestiegen sind, gibt AMD diese an die AIB-Partner weiter, was letztendlich die Endverbraucher trifft.

Konkret sind die Grafikkarten der Radeon RX 9000-Serie mit 16 GB GDDR6-Speicher ausgestattet, deren absoluter Preisanstieg größer ist als bei den 8-GB-Modellen. Die AIB-Partner können ihre eigenen Gewinnspannen auf der Grundlage der AMD-Preise frei festlegen, was die Auswirkungen auf die endgültigen Einzelhandelspreise weiter verstärken könnte. Die Preiserhöhung gilt nur für neue Bestellungen, aber der Zeitpunkt, zu dem sie die Einzelhandelsregale erreicht, ist schwer genau abzuschätzen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass AMD die Preise erhöht; seit Dezember 2025 gab es bereits mehrere ähnliche Signale. AMD-Vizepräsident David McAfee schloss auf der CES 2026 weitere Preiserhöhungen nicht aus. Bei NVIDIA ist die Situation ähnlich: Der in der GeForce RTX 50-Serie verwendete GDDR7-Speicher ist teurer als GDDR6, und die Preise für die RTX 5090 sind im Mai bereits gestiegen. Branchenanalysten gehen davon aus, dass sich die Speicherkosten frühestens 2027 stabilisieren werden.

Diese Preiserhöhung ist das neueste Kapitel einer monatelangen Serie von Preiserhöhungen, deren strukturelle Logik – KI verbraucht Speicher, AIB-Margen stehen unter Druck – keine Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Für Verbraucher, die bereits den Kauf einer Radeon RX 9000-Serie in Betracht ziehen, besteht die Gefahr, dass ein Abwarten auf fallende Preise im Herbst mit noch höheren Preisen verbunden ist.









