Ghanaischer Minister: Investition von 250 Millionen US-Dollar in KI-Zentrum fordert koordinierte digitale Politik in Afrika
2026-07-02 10:45
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de.wedoany.com-Bericht: Samuel Nartey George, Ghanas Minister für Kommunikation, digitale Technologien und Innovation, erklärte, dass Technologie nicht länger ein eigenständiger Sektor sei, sondern ein zentrales Element, das Bereiche wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung unterstütze. Ghana treibe die digitale Reform voran, wobei die oberste Priorität darin liege, veraltete technologiebezogene Gesetze zu überarbeiten, um Innovation zu fördern und gleichzeitig die legitimen Interessen von Bürgern und Unternehmen zu schützen. Minister George strebt an, Ghana von einem Konsumenten von Technologie zu einem Innovator zu machen, der Lösungen für afrikanische Probleme bieten kann.

Im Hinblick auf die Koordinierung der digitalen Politik in Afrika wies Minister George darauf hin, dass Rahmenwerke wie die AU Digital Transformation Strategy und das Malabo Convention wichtige Grundlagen für die nationale Gesetzgebung seien. Ghana solle diese Rahmenwerke nicht vollständig übernehmen, sondern selektiv anpassen, um nationale Prioritäten widerzuspiegeln und gleichzeitig schrittweise eine Kohärenz der digitalen Politik auf dem afrikanischen Kontinent zu erreichen. Zu den konkreten Projekten, die Ghana derzeit durchführt, gehört ein KI-Rechenzentrum mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen US-Dollar, das Innovatoren auf dem gesamten afrikanischen Kontinent dienen soll. Gleichzeitig arbeitet Ghana an der Entwicklung großer Sprachmodelle in Yoruba, Hausa, Swahili, Kreolisch sowie lokalen ghanaischen Sprachen. Minister George betonte, dass afrikanische Länder aufhören müssten, nur für den heimischen Markt zu bauen; Ghanas 33 Millionen Einwohner seien der Ausgangspunkt, nicht die Obergrenze, und die entwickelten Lösungen sollten den gesamten Kontinent mit rund 450 Millionen Menschen in Westafrika abdecken.

Zu den Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung äußerte Minister George, dass dies letztlich davon abhänge, wie effektiv die Länder ihre Arbeitskräfte vorbereiten. Durch Initiativen wie „DIGSMART“ und das „One Million Coders programme“ investiert Ghana in die Ausbildung in den Bereichen KI, Cybersicherheit, Cloud-Computing und digitale Fähigkeiten. Minister George verwies auf eine Studie, die besagt, dass KI zwischen 2025 und 2030 zum Verlust von 96 Millionen Arbeitsplätzen führen könnte, gleichzeitig aber rund 132 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen würde, was einen Netto-Positiveffekt bedeute. Er betonte, dass es entscheidend sei, die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen darauf vorzubereiten, die neuen Arbeitsplätze zu ergreifen, und dass die Lösungen für Afrikas Probleme in Accra, Nairobi und Lusaka lägen.

Die Datensouveränität war ebenfalls ein Schwerpunkt der Diskussion. Minister George ist der Ansicht, dass Afrika über eine der wertvollsten, aber noch unzureichend genutzten digitalen Ressourcen der Welt verfüge: seine Daten. Mit der steigenden Nachfrage nach vielfältigen Datensätzen für globale KI-Systeme hätten afrikanische Länder die Möglichkeit, durch die Organisation, Digitalisierung und Verwaltung ihrer eigenen Informationsbestände Werte zu schaffen. Er erklärte, dass die Priorität darin liege, sicherzustellen, dass afrikanische Daten unter afrikanischer Kontrolle blieben und der Wert der afrikanischen Wirtschaft zugutekomme.

Im Bereich des digitalen Handels wies Minister George darauf hin, dass die African Continental Free Trade Area und die digitalen Rahmenwerke der AU wichtige Grundlagen für die Verbesserung der Interoperabilität zwischen den afrikanischen Märkten seien. Die Umsetzung bleibe jedoch das fehlende Glied. Afrikanische Technologieunternehmen stünden beim Eintritt in neue Märkte vor wiederholten Lizenzanforderungen und regulatorischen Prozessen; koordinierte Rahmenwerke und gegenseitige Anerkennungsmechanismen könnten diese Hindernisse erheblich verringern.

Mit Blick auf die Zukunft ist Minister George der Ansicht, dass die Prioritäten Afrikas auf KI-Bereitschaft, digitale Fähigkeiten und Inklusion ausgerichtet sein sollten. Er erklärte, dass es Afrika nicht an Strategien oder Rahmenwerken mangele; was jetzt benötigt werde, sei die Fähigkeit, gemeinsame Ambitionen in konkrete Ergebnisse umzusetzen.

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