de.wedoany.com-Bericht: Horsch wird die von der Brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES) über ihr Programm BNDES Mais Inovação genehmigte Finanzierung in Höhe von 115 Millionen BRL nutzen, um Geräte für den brasilianischen Agrarmarkt zu entwickeln, wobei der Schwerpunkt auf der Integration innovativer Technologien wie eingebetteter Automatisierung, adaptiver Steuerung und digitaler Konnektivität liegt.
Diese Maschinen sind speziell für kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe konzipiert. Die technischen Komponenten müssen an die klimatischen Bedingungen Brasiliens, den Sommer- und Winterfruchtwechsel, verschiedene Bodenarten angepasst sein und Echtzeit-Datenerfassungsfunktionen unterstützen.
Diese Innovationen könnten dazu beitragen, Betriebe zu mechanisieren, die bisher wenig Zugang zu digitalen Technologien hatten. Es wird erwartet, dass dadurch Betriebsmittel um 20 % eingespart und die agronomische Effizienz um 15 % gesteigert werden können. Die entsprechenden Produkte werden im Horsch-Werk in Curitiba, Bundesstaat Paraná, entwickelt. Dazu gehören Sämaschinen mit Dosiertechnologie, die mit Sensoren ausgestattet sind und georeferenzierte Daten zur Steuerung von Saattiefe und -menge nutzen. Diese Sämaschine soll voraussichtlich die Aussaataktivitäten um 15 % reduzieren und den Verbrauch von Betriebsmitteln wie Saatgut und Dünger um etwa 10 % senken.
Darüber hinaus wird Horsch erstmals einen neuen Düngerstreuer entwickeln, der mit Traktoren niedriger Leistung kompatibel ist, sowie ein völlig neues Modul schaffen, das einen schnellen Anschluss von Sä-, Sprüh- und Düngesystemen an dieselbe Basis ermöglicht. Diese Geräte sind alle für den Sommer- und Winterfruchtwechsel geeignet.
Stefan Vorwerk, Chief Technology Officer von Horsch Brasilien, erklärte, dass das Projekt für Horsch Brasilien und die brasilianische Landwirtschaft von großer Bedeutung sei. Die entwickelten Innovationen würden fortschrittliche Mechanisierungs- und digitale Agrar Lösungen für kleine und mittlere Produzenten zugänglicher machen, unter Berücksichtigung der Besonderheiten des lokalen Klimas, der Böden und der Produktionssysteme. BNDES-Präsident Aloizio Mercadante wies darauf hin, dass diese Investition direkt die Produktivität und Effizienz auf dem Feld steigere, die Mechanisierung für kleine und mittlere Landwirte fördere und die Entwicklung der nationalen Technologieproduktionskette vorantreibe, was dazu beitrage, die Abhängigkeit von importierten Maschinen zu verringern und die nationale Souveränität zu stärken.
Alle Geräte werden in eine gemeinsame digitale Plattform integriert, die agronomische und Betriebsdaten in Echtzeit überträgt, um die Maschinen zu überwachen und den Landwirten zu helfen, den Produktionsstatus effizienter zu verfolgen. Die Technologie soll voraussichtlich die Energieeffizienz um 10 % steigern und unerwartete Betriebsstörungen um bis zu 30 % reduzieren.
Während der Projektdurchführung werden 58 direkte und 54 indirekte Arbeitsplätze geschaffen, davon 10 speziell für Forschungs- und Entwicklungspersonal. Nach Projektabschluss werden weitere 34 direkte Arbeitsplätze hinzukommen, insgesamt also 92, sowie 75 dauerhafte indirekte Arbeitsplätze.









