de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Bundesregierung wird 300 Millionen Real bereitstellen, um die Verluste der Zuckerrohrbauern im Nordosten auszugleichen, die durch die von den USA erhobenen Zölle entstanden sind. Brasiliens Präsident Luiz Inácio da Silva unterzeichnete am Dienstag (30.) in Brasília eine vorläufige Maßnahme, die diese Subvention gewährt. Die Subvention sieht vor, dass Zuckerrohrlieferanten in der Saison 2025/26 pro Tonne gelieferten Zuckerrohrs 12 Real erhalten. Schätzungsweise rund 17.000 Produzenten werden davon profitieren.
Die von den USA erhobenen Zölle haben erhebliche Auswirkungen auf die brasilianische Zuckerrohrindustrie. Renato Cunha, Präsident des Verbands der Zucker- und Alkoholindustrie von Pernambuco (Sindaçúcar-PE) und geschäftsführender Präsident des Verbands der Produzenten von Zucker, Ethanol und Bioenergie (Novabio), erklärte, dass die Steuern sowohl die Zuckerrohrverarbeitungsanlagen als auch die Lieferanten schädigen. Er erläuterte, dass die US-Zölle seit der letzten Saison 2025 die Vergütung für Zucker aus dem Nordosten gesenkt haben, der nach brasilianischem Recht und den Regeln der Welthandelsorganisation zu Vorzugsbedingungen in die USA exportiert wird. Die neuen Zölle haben zu einem starken Rückgang der Zuckerpreise geführt, was wiederum den Zuckerrohrpreis beeinträchtigt hat.
Alexandre Andrade Lima, Präsident des Verbands der Zuckerrohrlieferanten von Pernambuco (AFCP), erklärte, dass die Veröffentlichung der vorläufigen Maßnahme das Ergebnis einer engen Koordinierung zwischen Branchenverbänden, Abgeordneten und der Bundesregierung sei. Der Verband intensiviere die Ausarbeitung von Vorschriften, um eine rasche Bereitstellung der Mittel zu gewährleisten. Lima gab bekannt, dass er bereits ein Treffen mit dem brasilianischen Minister für Landwirtschaft und Viehzucht, André de Paula, abgehalten habe, um eine zügige Auszahlung an die Lieferanten sicherzustellen. Obwohl die Maßnahme dem Kongress zur Beratung vorgelegt werden muss, hat die vorläufige Maßnahme bereits Rechtskraft.
Lima wies darauf hin, dass die Zuckerrohrindustrie im Nordosten im vergangenen Jahr eine schwierige Phase durchgemacht habe, die Preise in diesem Jahr stark hinterherhinkten und die von Trump erhobenen Zölle die Zuckerrohrpreise im Zusammenhang mit den US-Kontingenten weiter beeinträchtigt hätten, was der Branche erhebliche Verluste beschert habe. Selbst wenn der Zollsatz von 40 % im letzten Jahr auf 25 % gesenkt wurde, wirke sich die Besteuerung weiterhin auf die Produzenten aus. Lima betonte, dass die Steuern trotz des gesunkenen Satzes nicht aufgehoben seien. Die Zuckerpreise hätten sich gerade erst etwas verbessert, aber das letzte Jahr sei schlecht gewesen, und auch für dieses Jahr werde keine gute Vergütung erwartet.









