de.wedoany.com-Bericht: Automate UK hat kürzlich bekannt gegeben, dass es gemeinsam mit der Health and Safety Executive (HSE) und dem Regulatory Innovation Office (RIO) an der Entwicklung von Sicherheitsleitlinien für kollaborative Roboter am Arbeitsplatz arbeitet. Ziel ist es, klare Vorgaben zu schaffen, wie kollaborative Roboter sicher mit Menschen zusammenarbeiten können.

An dieser Zusammenarbeit sind auch Einrichtungen wie das Manufacturing Technology Centre (MTC) beteiligt, um die Branche bei der sicheren Einführung von Automatisierungstechnologien zu unterstützen und Unternehmen klare Orientierungshilfen für die Einhaltung von Vorschriften zu bieten. Derzeit liegt die Industrieroboterdichte im Vereinigten Königreich weltweit auf Platz 24 und beträgt nur die Hälfte des EU-Durchschnitts, obwohl das Land in der akademischen Robotikforschung weltweit führend ist. Branchenanalysen zufolge ist das Haupthindernis für die Einführung von Automatisierung die Unsicherheit bei der Einhaltung von Vorschriften, insbesondere bei kollaborativen Robotern (Cobots). Schätzungen der Branche zufolge werden allein aus Sicherheitsgründen 15 bis 20 Prozent der Kundenanfragen zur Automatisierung zurückgestellt.
Dieses Projekt wird Ressourcen aus mehreren Quellen bündeln, um den ersten von der HSE unterstützten Leitfaden für fortschrittliche Roboteranwendungen zu erstellen. Als britischer Verband für Leasingindustrie erwartet Automate UK, dass die Einführung von kollaborativen Robotern bis Ende 2027 um 25 Prozent steigen wird. Die erste Phase des Projekts startet in diesem Sommer und konzentriert sich auf die regulatorische Klarheit für kollaborative Anwendungen, um der Branche Vertrauen zu geben, wie die sichere Zusammenarbeit von Robotern und Menschen gewährleistet werden kann. Die zweite Phase wird sich auf zukunftsweisende Anwendungsfälle konzentrieren, bei denen die in Robotersysteme integrierte Künstliche Intelligenz neue Sicherheitsfragen aufwirft. Um die zweite Phase einzuleiten, wird das RIO in diesem Sommer Interessengruppen zusammenbringen, um zu erörtern, wie Werkzeuge wie synthetische Tests den Aufsichtsbehörden und der Industrie helfen können, die sichere Einführung von Robotern zu unterstützen.
Andrew Curran CBE, wissenschaftlicher Direktor und leitender wissenschaftlicher Berater der Health and Safety Executive, erklärte, dass die HSE erkennt, dass Leitlinien und Empfehlungen Arbeitgebern das Vertrauen geben können, sicher zu innovieren, und eine Plattform für neue Technologien bieten, was die Produktivität steigert und das Wachstum fördert. Er wies darauf hin, dass die Gesundheits- und Sicherheitsgesetze zwar keine Hindernisse für die Einführung darstellen, die Angst vor Nichteinhaltung jedoch die Einführung einschränkt. Die HSE ist bestrebt, mit dem Regulatory Innovation Office und Branchenpartnern zusammenzuarbeiten, um den ersten gemeinsam mit der Industrie entwickelten Leitfaden für den Einsatz kollaborativer Roboter zu veröffentlichen, um dieses Hindernis zu beseitigen und das Vertrauen der Unternehmen zu stärken.
Oliver Selby, Vorsitzender der British Automation and Robotics Association (BARA) unter dem Dach von Automate UK, sagte, dass Automate UK und BARA die Fokussierung des Regulatory Innovation Office auf den Abbau von Hindernissen für die Robotereinführung begrüßen. Nach Rückmeldungen ihrer Mitglieder sei der bestehende Regulierungsrahmen ausreichend, aber es gebe immer noch erhebliche Lücken im Verständnis und Vertrauen der Endnutzer-Interessengruppen. Er fügte hinzu, dass mehr Aufklärung und praktische Anleitung erforderlich seien, um Unternehmen dabei zu helfen, die sichere Zusammenarbeit von Robotern und Menschen vollständig zu akzeptieren.









