de.wedoany.com-Bericht: Das simbabwische Bergbauunternehmen Magaya Mining fördert durch ein Netzwerk von Verarbeitungsanlagen mit der Kohlenstofflaugungsmethode landesweit die quecksilberfreie Goldrückgewinnung und erweitert gleichzeitig seine Gadzema-Mine zur größten Goldverarbeitungsanlage des Landes. Der CEO Zweli Lunga erklärte, dass das strategische Ziel darin bestehe, die Verwendung von Quecksilber im handwerklichen und kleinbergbaulichen Goldabbau zu eliminieren.
Der handwerkliche und kleinbergbauliche Goldabbau trägt derzeit über 75 % des Goldes zur Fidelity Gold Refinery in Simbabwe bei, bringt jedoch auch ernsthafte Umweltprobleme mit sich. Daten einer Studie aus dem Jahr 2025 zeigen, dass 96 % der handwerklichen Abbaustätten des Landes immer noch auf Quecksilber angewiesen sind, jährlich über 24 Tonnen Quecksilber in die Wassersysteme gelangen und zu Entwaldung sowie Verlust der Biodiversität führen. Lunga wies bei einer Umweltbewusstseinsveranstaltung in der Gadzema-Mine in Chegutu darauf hin, dass die Schäden durch Quecksilberverschmutzung enorm seien, da seine Halbwertszeit etwa 500 Jahre betrage und es Wasser und Böden langfristig kontaminiere.
Die Kohlenstoffanreicherungsanlagen von Magaya können Gold ohne Quecksilber zurückgewinnen. Lunga erläuterte, dass das Unternehmen Erz von handwerklichen Bergleuten kauft und im Voraus bezahlt, es anschließend in Kugelmühlen verarbeitet und so die Verwendung von Quecksilber vermeidet. Derzeit betreibt das Unternehmen sechs Anlagen in Simbabwe, eine siebte Anlage wird in den nächsten zwei Wochen in Bulawayo in Betrieb gehen, die eine Auslegungskapazität von 1.000 Tonnen pro Tag hat. Vor zwei Monaten wurde in Kwekwe eine Anlage mit einer Kapazität von 2.000 Tonnen pro Tag eröffnet. Lunga erklärte, das Ziel des Unternehmens sei es, überall dort in Simbabwe Verarbeitungsanlagen zu errichten, wo Gold abgebaut wird, damit Bergleute kein Quecksilber mehr verwenden müssen.
In Kwekwe lassen derzeit alle örtlichen Bergleute ihr Erz in den Anlagen von Magaya verarbeiten, und die Quecksilberverwendung in der Region ist bereits rückläufig. Im nächsten Jahr plant das Unternehmen, seine Aktivitäten auf Gebiete wie Shurugwi, Mhondoro und Gwanda auszuweiten. Die bestehende Gadzema-Anlage hat eine Auslegungskapazität von 3.500 Tonnen pro Tag und ist die größte Anlage in der Provinz Mashonaland West sowie die zweitgrößte Goldverarbeitungsanlage in Simbabwe. Die derzeit laufende Erweiterung wird eine zusätzliche Kapazität von 2.000 Tonnen pro Tag hinzufügen, sodass die Gesamtkapazität über 5.500 Tonnen pro Tag steigt, was sie dann zur größten Goldverarbeitungsanlage Simbabwes macht.
Neben der Technologieförderung legt Magaya auch Wert darauf, durch die Formalisierung des Betriebs gewaltsame Konflikte zu reduzieren, die an handwerklichen Abbaustätten häufig vorkommen. Das Unternehmen stabilisiert den Betrieb durch den Bau von Zäunen, die Bereitstellung bewaffneter Sicherheitskräfte und die Einführung von Zugangskontrollen. Lunga erklärte, dass die Schaffung eines günstigen Produktionsumfelds für handwerkliche Bergleute, in dem sie über reguläre Kanäle produzieren und Geld verdienen können, die Nachfrage nach Gewalt verschwinden lasse. In diesem Jahr wurde in der Region Chegutu eine Null-Kriminalitätsrate im Zusammenhang mit dem Bergbau verzeichnet.
Henrietta Rushwaya, Vorsitzende des Simbabwischen Bergbauverbands (Zimbabwe Miners Federation, ZMF), erklärte bei derselben Veranstaltung, dass der handwerkliche Bergbausektor im Jahr 2025 36 Tonnen Gold beigetragen habe und direkt und indirekt den Lebensunterhalt von etwa 1,5 Millionen Menschen sichere. Sie wies jedoch darauf hin, dass der Zugang zu Bergbauland die „größte Herausforderung“ für die Branche sei, da etwa 85 % der handwerklichen und kleinbergbaulichen Betriebe noch nicht registriert seien und der Formalisierungsprozess noch nicht abgeschlossen sei. Die im Juni 2025 von der Regierung veröffentlichte „Mines and Minerals Bill“ (Mineral- und Bergbaugesetz) zielt darauf ab, das kolonialzeitliche Gesetz von 1961 zu ersetzen und stellt Formalisierung, Umweltschutz und Gemeindebeteiligung als Prioritäten heraus. Die ZMF hat außerdem das biometrische Identifikationssystem „Gold Card“ (Goldkarte) eingeführt, das informelle Bergleute in eine überprüfbare nationale Datenbank aufnimmt. Das von Simbabwe 2019 ratifizierte „Minamata-Übereinkommen über Quecksilber“ (Minamata Convention on Mercury) verlangt die endgültige Beseitigung der Quecksilberverwendung im handwerklichen und kleinbergbaulichen Goldabbau. Das quecksilberfreie Verarbeitungsmodell von Magaya steht im Einklang mit diesem Ziel und bietet den Bergleuten eine wirtschaftlich tragfähige Alternative.









