de.wedoany.com-Bericht: In der Region Mtoko in Simbabwe haben sich unter Kleinschürfern und Kleinbergleuten, die im Goldabbau tätig sind, verdeckte Produktions- und Vertriebsmodelle mit sogenannten „Sponsoren“ als zentralen Akteuren etabliert. Diese Hintermänner stellen Ausrüstung und Kapital bereit und kontrollieren gleichzeitig den Goldfluss und die Preisgestaltung. Derzeit tragen Kleinschürfer und Kleinbergleute mehr als 70 Prozent zur nationalen Goldproduktion Simbabwes bei, wobei die unter dem Sponsorenmodell arbeitenden Bergleute über 60 Prozent dieser Menge produzieren.
In diesem Modell investieren die Sponsoren in der Regel nicht mehr als 2.000 US-Dollar, um Kompressoren, Drucklufthämmer, Sprengstoff und persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen. Die Bergleute bringen ihre Arbeitskraft und ihre Kenntnisse der örtlichen Geologie ein. Nach der Goldförderung kaufen die Sponsoren das gesamte Gold zu selbst festgelegten Preisen auf und teilen die Gewinne mit den Bergleuten. Anders als bei traditioneller illegaler Finanzierung bezeichnen die Bergleute die Sponsoren als „Projektpartner“ und nicht als Kreditgeber.
Ein Teil des Goldes wird an die Fidelity Gold Refinery geliefert, um Konformität vorzutäuschen, doch die Bergleute geben zu, dass die tatsächlich gelieferte Menge nur ausreicht, um die Bücher auszugleichen, während große Mengen über informelle Kanäle abfließen. Die Sponsoren kaufen nicht nur Gold, sondern investieren auch in Exploration, finanzieren den Betrieb, stellen Ausrüstung bereit und verwalten die Logistik – sie agieren faktisch wie Junior-Bergbauunternehmen, jedoch vollständig im Verborgenen.
Die Bergleute vergleichen das bestehende Sponsorenmodell mit dem Magaya Mining model, das durch die Zusammenarbeit von Mutapa Gold Resources in der Region Chekutu repräsentiert wird. Dieses Modell etabliert einen integrierten Bergbaurrahmen, der alle Schritte in dasselbe konforme System einbindet. Die Bergleute sind der Ansicht, dass die Regierung die Logik der Explorationsfinanzierung, Ausrüstungsbereitstellung und Goldaufkäufe aus dem Sponsorenmodell übernehmen könnte – jedoch formeller und transparenter.
Ein Bergmann erklärte: „Die Sponsoren haben Chancen erkannt und Risiken übernommen. Die Regierung verfügt ebenfalls über Ressourcen und Fachkenntnisse – es fehlt nur der Wille.“ Sie wünschen sich eine direkte Zusammenarbeit mit der Regierung, damit das Gold in die formelle Wirtschaft und das nationale Finanzsystem gelangt, anstatt in der Grauzone zu zirkulieren. Das Kernanliegen dieser Bergleute ist nicht Bettelei, sondern die Suche nach besseren Geschäftsmodellen und Kooperationsmechanismen.









