de.wedoany.com-Bericht: Der japanische Konzern Kyocera hat einen Zeitplan für die Produktionsausweitung bekannt gegeben. In den sieben Geschäftsjahren bis März 2031 sollen rund 100 Milliarden Yen (etwa 4,2 Milliarden Yuan) speziell in die Steigerung der Kapazität für hochwertige mehrschichtige Keramikkondensatoren (MLCC) investiert werden, die für KI-Server benötigt werden. Diese Entscheidung ist auf den steigenden Stromverbrauch von Chips aufgrund der zunehmenden Größe generativer KI-Modelle zurückzuführen, wobei MLCC zu einem Schlüsselelement für den stabilen Betrieb von KI-Servern geworden ist.
Kyocera-Präsident Shiro Sashima erklärte, dass der Großteil der Mittel in den Kokubu-Werksbereich des Kirishima-Werks in Kagoshima fließen werde. Durch den Bau neuer Fabriken und die schrittweise Einführung von Anlagen soll die Lieferfähigkeit für hochspezifizierte MLCC schrittweise erhöht werden. Die Anzahl der MLCC in einem einzelnen KI-Server kann das 5- bis 10-fache eines herkömmlichen Servers betragen, üblicherweise zwischen 15.000 und 25.000 Stück, wobei strenge Anforderungen an kleine Abmessungen, hohe Kapazität und Hitzebeständigkeit gestellt werden.
Daten des Marktforschungsinstituts TrendForce zeigen, dass MLCC herkömmliche Aluminium-Elektrolytkondensatoren und Tantal-Kondensatoren zunehmend ersetzen. Am Beispiel der AMD MI450-Plattform stieg der Bedarf an 47µF MLCC der Größe 0402 pro Platine während der Validierungsphase von 1.440 auf 10.544 Stück, ein Anstieg von 632%; bei der NVIDIA Vera Rubin-Plattform stieg der Verbrauch von 100µF MLCC der Größe 0805 von 320 auf 500 Stück pro Platine. Dieser Trend steigender Mengen und Preise setzt die MLCC-Lieferkette unter Druck.
Die Expansion auf der Angebotsseite stößt an Grenzen. Aufgrund technischer Hürden wie Materialrezepturen, Schichttechnologie und Sinterausbeute wächst die effektive Produktionskapazität für hochwertige MLCC nur langsam. Murata Manufacturing hat zwar ein Investitionsprogramm von 80 Milliarden Yen angekündigt, doch das neue Werk in Izumo wird voraussichtlich erst 2027 die volle Produktion aufnehmen. Das Auftrags-Bestands-Verhältnis der wichtigsten japanischen und koreanischen Hersteller steigt seit April dieses Monats kontinuierlich an, und die Lieferzeiten für einige hochkapazitive Produkte haben sich von den üblichen 8 Wochen auf 20 Wochen verlängert. Die Branche erwartet, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2026, mit der massiven Einführung von selbst entwickelten Chip-Plattformen wie Google TPU, Amazon Trainium und Meta MTIA, hochwertige MLCC in einen strukturellen Mangel geraten könnten, wobei dieser Boom voraussichtlich bis 2028 oder sogar 2030 anhalten wird.
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt zu Preissteigerungen. Branchenkreisen zufolge haben Unternehmen wie Murata und Samsung Electro-Mechanics die Preise für hochkapazitive MLCC für KI-Server um 15% bis 35% erhöht.
Angesichts der KI-getriebenen Nachfrage nach passiven Komponenten beschleunigen die drei großen japanischen Hersteller ihre Expansion. Kyocera setzt mit einem langfristigen Plan von 100 Milliarden Yen über sieben Jahre gezielt auf hochspezifizierte MLCC für KI; Murata Manufacturing hat Ende 2025 mit der Massenproduktion neuer 47µF-Produkte in der Größe 0402 begonnen und zusätzliche 80 Milliarden Yen investiert, wobei die aktuelle Kapazitätsauslastung bei fast 95% liegt; Taiyo Yuden hat die jährliche Wachstumsrate der MLCC-Kapazität von 10% auf 15% erhöht, um den dringenden Bestellanforderungen von Cloud-Dienstanbietern gerecht zu werden.










