de.wedoany.com-Bericht: Fünf westafrikanische Staaten haben offiziell die Abidjan-Lagos-Korridor-Verwaltungsbehörde (Abidjan-Lagos Corridor Management Authority) gegründet, die für den Bau und Betrieb einer 16 Milliarden US-Dollar teuren Küstenautobahn verantwortlich ist. Nigeria, die Republik Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste haben der Einrichtung dieser regionalen Behörde offiziell zugestimmt, um den internationalen Verkehr zwischen den Ländern zu beschleunigen und den Handel sowie die wirtschaftliche Integration Westafrikas zu fördern.
Die Autobahn ist insgesamt 1.028 Kilometer lang und auf drei Fahrspuren pro Richtung ausgelegt. Mehrere Abschnitte befinden sich derzeit im Bau, und die gesamte Strecke soll voraussichtlich bis 2030 in Betrieb genommen werden. Die Projektkosten sind während der Bauphase gestiegen, was zu einigen Kommentaren und Bedenken geführt hat, was jedoch hauptsächlich auf die gestiegenen Preise für Arbeitskräfte, Materialien und Ausrüstung nach der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist.
Die neue westafrikanische Küstenautobahn wird auch an Nigerias eigene Küstenautobahn anknüpfen – die derzeit im Bau ist und Lagos im Südwesten mit Calabar im Südosten verbinden soll – und sich bis ins Nachbarland Kamerun erstrecken.
Gleichzeitig stellt die Islamische Entwicklungsbank (IsDB)-Gruppe 235 Millionen US-Dollar für ein Straßenbauprojekt in der Elfenbeinküste bereit. Die Mittel werden für den Bau des Autobahnkorridors von Abidjan zu den Grenzen Burkina Fasos und Malis verwendet, konkret für den 60 Kilometer langen Abschnitt zwischen Tafiré und Ferkessédougou. Dieses Projekt wird der Elfenbeinküste eine zusätzliche internationale Verbindung verschaffen und den Binnenstaaten Mali und Burkina Faso in Westafrika einen besseren Zugang zum Meer ermöglichen, der zum autonomen Hafen von Abidjan und zur neuen westafrikanischen Küstenautobahn führt.










