de.wedoany.com-Bericht: Das Netzwerk-Infrastruktur-Unternehmen Infoblox und der Webhosting-Dienstleister GoDaddy arbeiten gemeinsam an einem Mechanismus zur Identifizierung und Verifizierung von KI-Agenten über das Domain Name System (DNS). Ziel ist es, Nutzern und Systemen zu ermöglichen, den Agenten, mit dem sie interagieren, zu erkennen und dessen Legitimität beim Surfen im Internet zu bestätigen.
Die beiden Unternehmen sind der Ansicht, dass der Betrieb von KI-Agenten auf einer offenen DNS-Infrastruktur basieren sollte, um eine zentralisierte, von wenigen Technologieanbietern dominierte Struktur zu vermeiden.
Infoblox gibt an, den Standard DNS für KI-Erkennung (DNS-AID) voranzutreiben, der darauf abzielt, die Erkennung von KI-Agenten und deren Fähigkeiten mithilfe der bestehenden DNS-Infrastruktur zu vereinfachen. DNS-AID liegt derzeit als Entwurf der Internet Engineering Task Force (IETF) vor und wird als Open-Source-Software entwickelt. Die Initiative schlägt vor, bestehende DNS-Einträge zu nutzen, damit KI-Agenten Metadaten veröffentlichen können, die erkannt und verifiziert werden können.
Gleichzeitig beteiligt sich GoDaddy an der Entwicklung des Agent Name Service (ANS), einem Vorschlag, der sich auf die Identifizierung, Benennung und Verifizierung von KI-Agenten über DNS und Public Key Infrastructure (PKI) konzentriert. ANS wird ebenfalls im offenen Entwicklungsmodell umgesetzt und soll es Agentenbetreibern ermöglichen, bestehende Domainnamen zur Identifizierung und Authentifizierung von KI-Systemen zu nutzen, ohne auf proprietäre Plattformen oder Registrierungsstellen angewiesen zu sein.
ANS konzentriert sich auf die Beantwortung der Frage „Wer ist der KI-Agent?“, während DNS-AID darauf abzielt, dessen Fähigkeiten, Endpunkte und Dienste zu entdecken, damit andere Systeme ihn finden und mit ihm interagieren können. Infoblox und GoDaddy weisen darauf hin, dass DNS Vorteile wie globale Bereitstellung, Skalierbarkeit und ausgereifte Sicherheitsmechanismen bietet und sich daher als Grundlage für die Identifizierung und Erkennung von KI-Agenten im Internet eignet.
Jared Sine, Chief Strategy and Legal Officer bei GoDaddy, erklärte, dass KI-Agenten ihr volles Potenzial im offenen Netz nur dann entfalten könnten, wenn Nutzer und Systeme den Interaktionspartner verifizieren könnten. Er fügte hinzu, dass die Entwicklung offener Identitäts- und Verifizierungsstandards mit der Integration von KI-Agenten in alltägliche digitale Erlebnisse immer wichtiger werde.










