de.wedoany.com-Bericht: Die Microsoft Deutschland GmbH hat eine bedingte Kaufvereinbarung für Grundstücke in Grevenbroich unterzeichnet und erwägt den Ausbau ihres Cloud- und KI-Rechenzentrumsnetzwerks im Rheinischen Revier. Dieses potenzielle Entwicklungsprojekt ist an mehrere Voraussetzungen geknüpft, darunter die Erstellung eines speziellen Bebauungsplans für das Grundstück durch die Stadt Grevenbroich.

Sollte das Projekt genehmigt und vorangetrieben werden, würde Grevenbroich zu einem neuen Knotenpunkt des geplanten Cloud- und KI-Infrastrukturclusters von Microsoft in Nordrhein-Westfalen werden. Agnes Heftberger, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, betonte, dass dieser Schritt die strategische Bedeutung der Region für die digitale Infrastrukturplanung von Microsoft unterstreiche.
Die geplanten Rechenzentren werden die neueste Technologie von Microsoft nutzen, darunter Systeme zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs. Ein zentrales Highlight ist das Kühlsystem der nächsten Generation für Rechenzentren, das ohne Wasserverdunstung auskommt. Dieses System zirkuliert Kühlwasser in einem geschlossenen Kreislauf und reduziert so den zusätzlichen Wasserbedarf nach der ersten Befüllung erheblich.
Darüber hinaus wird der globale Strombedarf von Microsoft in Höhe von 40 Gigawatt seit Ende 2025 durch Stromabnahmeverträge für erneuerbare Energien gedeckt – ein Meilenstein, der im Februar 2026 verkündet wurde. Diese Verträge speisen mehr erneuerbaren Strom ins Netz ein, fördern die Dekarbonisierung der Stromversorgung und ziehen Investitionen, Arbeitsplätze sowie Infrastrukturentwicklungen nach sich.
Der Bürgermeister von Grevenbroich, Klaus Krützen, bezeichnete die geplante Investition als großen Gewinn für die Stadt und die gesamte Rheinregion. Er betonte, dass solche Projekte die Entwicklung neuer digitaler Infrastrukturen aufzeigen und im Zuge des regionalen Strukturwandels neue Chancen und Mehrwerte schaffen.










