Deutsches SuedLink-Projekt schließt erste 37 Kilometer lange Erdkabelverlegung ab
2026-07-05 10:51
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de.wedoany.com-Bericht: TenneT Germany hat auf einer rund 37 Kilometer langen Strecke zwischen Scheeßel und der Kreisgrenze Stade in Niedersachsen den ersten vollständig fertiggestellten Erdkabelabschnitt des SuedLink in Deutschland realisiert. SuedLink ist ein zentrales Infrastrukturprojekt der deutschen Energiewende mit einer Gesamtlänge von rund 700 Kilometern und einer Übertragungskapazität von etwa 4000 Megawatt (4 Gigawatt). Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 geplant. Die Tiefbauarbeiten für diesen Abschnitt begannen im Frühjahr 2024 im Gebiet der Samtgemeinde Zeven. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Bodenschutz und eine verantwortungsvolle Behandlung landwirtschaftlicher Flächen gelegt; die genutzten Flächen werden schrittweise an die Eigentümer zurückgegeben.

Bild: Routenplan des deutschen Hauptstromnetzausbauprojekts © IWR/BNetzA

Vertreter aus Politik, Kommunen und Landwirtschaft nahmen an der Fertigstellungsfeier im Landkreis Rotenburg (Wümme) teil, darunter der niedersächsische Energieminister Christian Meyer und der Landrat Marco Prietz. Ina Kamps, Chief Operating Officer von TenneT Germany, erklärte, dass SuedLink mit der Fertigstellung des ersten Erdkabelabschnitts konkret Realität werde. Das Projekt werde künftig erneuerbare Energie dorthin transportieren, wo sie benötigt werde, und so die Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Energieminister Christian Meyer wies auf die Bedeutung der Leitung für die Senkung der Strompreise und die Integration erneuerbarer Energien hin; sie sei ein Kernbestandteil eines klimaneutralen Energiesystems und trage zur Reduzierung fossiler Reservekraftwerke und von Redispatch-Maßnahmen bei. Landrat Marco Prietz betonte die Umsetzung des Projekts auf regionaler Ebene; die Bauarbeiten hätten landwirtschaftliche Flächen berücksichtigt und brächten der Region wirtschaftliche Vorteile.

Die Planung der wichtigsten Nord-Süd-Gleichstromleitungen in Deutschland geht auf den Netzentwicklungsplan (NEP) von 2012 zurück. Nach dem Beschluss zum schrittweisen Atomausstieg im Jahr 2011 wurden diese Leitungen als zentrale Übertragungskorridore für erneuerbaren Strom von Nord- und Ostdeutschland zu den Verbrauchszentren im Süden und Westen entwickelt. Ein Gesetz von 2015 legte den Vorrang von Erdkabeln für neue Gleichstromleitungen fest, was dazu führte, dass zahlreiche Projekte von Freileitungen auf Erdkabel umgestellt und neu geplant wurden. Zu den derzeitigen Hauptübertragungsleitungsprojekten gehören: die Ultranet-Leitung (ca. 2 GW, Nutzung bestehender Trassen, Inbetriebnahme geplant für 2026), A-Nord (ca. 2 GW, Inbetriebnahme geplant für 2027), SuedLink (ca. 4 GW, ca. 700 km, Inbetriebnahme bis Ende 2028 geplant) und SuedOstLink (ca. 2 GW, Inbetriebnahme geplant für 2028).

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