de.wedoany.com-Bericht: Schneider Electric erweitert sein EcoCare-Serviceangebot und integriert Drehstrom-USV-Systeme in eine KI-gesteuerte kontinuierliche Überwachung. Der Service zielt darauf ab, durch vorausschauende Wartung Anomalien zu erkennen, bevor Ausfälle zu kostspieligen Stillständen führen, um den wachsenden betrieblichen Komplexitäten und Herausforderungen der Stromresilienz in Rechenzentren zu begegnen.
Strom ist eine der Hauptursachen für größere Ausfälle in Rechenzentren, wobei USV-bezogene Probleme besonders hervorstechen. Untersuchungen von Schneider Electric zeigen, dass die Kosten für eine Stunde Ausfallzeit im schlimmsten Fall zwischen 10.000 und 10 Millionen US-Dollar liegen können. Die Studie von Schneider Electric offenbart zudem, dass 98 % der Rechenzentren elektrischen Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind, 71 % der Standorte nicht über die für die Geschäftskontinuität erforderlichen Ersatzteile verfügen und 89 % der Organisationen die vom Hersteller empfohlenen Wartungspraktiken nicht befolgen. Gleichzeitig stehen Organisationen vor einer wachsenden Qualifikationslücke im Ingenieurwesen, die in Verbindung mit dezentralem Anlagenmanagement und begrenzten Investitionen die Fähigkeit zur Fehlervermeidung weiter schwächt.
Das neue Upgrade von EcoCare ersetzt feste Wartungspläne durch eine Wartung, die auf dem tatsächlichen Zustand der Geräte basiert. Durch rund um die Uhr Fernüberwachung, KI-basierte Zustandswartung und Expertenunterstützung sammelt und analysiert das System Betriebsdaten wie Temperatur, Geräteverschleiß, Alterung, Teilentladungen und Batteriezustand. Unabhängig davon, ob die Daten nativ oder über Sensoren und Netzwerkmanagementkarten aktualisiert werden, erfolgt die Übertragung über die EcoStruxure-IT-Architektur von Schneider Electric, die dem IEC 62443-4-1-Standard und CREST-zertifizierten Penetrationstests entspricht.
Bryan Stevens, Senior Vice President Services USA bei Schneider Electric, erklärte, dass der Service Daten und KI nutzt, um Verschlechterungen und potenzielle Ausfälle zu identifizieren, bevor sie eintreten. Der Connected Services Hub überwacht USV-Anlagen auf Komponentenebene und nutzt prädiktive Analysen, um frühzeitig vor Ausfällen zu warnen, bevor sie zu Stillständen führen. Ingenieure bieten anschließend Fernfehlerbehebung oder leiten gezielte Vor-Ort-Eingriffe ein. Laut Schneider Electric haben Kunden, die die Fernüberwachung von Drehstrom-USV-Systemen nutzen, das Risiko elektrischer Ausfälle und ungeplanter Stillstände um bis zu 70 % gesenkt, gleichzeitig die Anzahl der Fehlerbehebungseingriffe um 66 % reduziert und jährlich 5 kritische USV-Ausfälle verhindert. Das KI-Modell, das EcoCare unterstützt, wurde auf Basis der installierten elektrischen Anlagen des Unternehmens trainiert, von über 300 Datenwissenschaftlern optimiert und arbeitet mit mehr als 6.000 Experten zusammen. Schneider Electric weist darauf hin, dass die zustandsbasierte Wartung im Vergleich zur herkömmlichen regelmäßigen Wartung die Anzahl invasiver Wartungsbesuche und geplanter USV-Stillstände um bis zu 50 % reduzieren und die Betriebsausgaben um bis zu 20 % senken kann.
Der erweiterte EcoCare-Service umfasst auch Notfall-Fehlerbehebungseingriffe auf Basis von Service-Level-Vereinbarungen sowie Fern- oder Vor-Ort-Unterstützung durch zertifizierte Technikexperten, ergänzt durch maßgeschneiderte Kunden-Erfolgspläne. Am Beispiel von Compass Datacenters zeigt Schneider Electric auf, dass 78 EcoStruxure-Modular-Rechenzentren nach der Umstellung von kalenderbasierter auf zustandsbasierte Wartung innerhalb von zwei Jahren Betriebsausgabeneinsparungen von bis zu 20 % erzielten. Die Erweiterung auf Drehstrom-USV umfasst Stromverteilung, modulare Rechenzentren und Gebäudemanagementsysteme und arbeitet mit breiteren Anlagenlebenszyklus-Managementdiensten wie EcoConsult und EcoFit zusammen, um eine vollständige Strategie von der Anlagenleistungsberatung über die digitale Modernisierung bis hin zur Kreislaufwirtschaft zu bilden.










