Der Kupferpreis schloss diese Woche bei 6,03 USD pro Pfund, ein leichter Anstieg von 0,09 % im Wochenvergleich
2026-07-05 13:37
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de.wedoany.com-Bericht: Der Kupferpreis schloss diese Woche bei 6,03 USD pro Pfund, ein leichter Anstieg von 0,09 % im Wochenvergleich, gestützt durch eine Verknappung der Lagerbestände, einen Rückgang der chilenischen Produktion und Erwartungen US-amerikanischer Zölle. Laut dem wöchentlichen Bericht zum internationalen Kupfermarkt liegt der Durchschnittspreis seit Jahresbeginn bei 5,94 USD pro Pfund, ein Anstieg von 38,54 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025.

Der Marktfokus liegt weiterhin auf den USA, wo die Erwartung möglicher Zölle auf raffiniertes Kupfer weiterhin die physischen Warenströme beeinflusst und die Preisdifferenz zwischen der New York Mercantile Exchange (COMEX) und der London Metal Exchange (LME) vergrößert. Der Bericht zeigt, dass die Entwicklung des US-Dollars und die politischen Signale der Federal Reserve die Sensitivität des Kupferpreises gegenüber finanziellen Faktoren erhöht haben: In der ersten Wochenhälfte führten Erwartungen steigender Zinssätze zu einem stärkeren Dollar, was den in Dollar notierten Kupferpreis belastete; anschließend milderten schwache US-Arbeitsmarktdaten diesen Druck.

Auf der Angebotsseite zeigen Daten des chilenischen Nationalen Statistikinstituts (INE), dass die chilenische Kupferproduktion im Mai im Jahresvergleich um 12,9 % zurückging, was die Einschätzung des Marktes hinsichtlich einer begrenzten Minenversorgung verstärkt. Der Markt steht zudem vor einer Verknappung von Konzentraten und negativen Spot-Behandlungs- und Raffinierungsgebühren. Chinesische Indikatoren deuten auf eine leichte Verbesserung des verarbeitenden Gewerbes hin, doch die traditionelle Nachfrage bleibt schwach. Die stabilste Unterstützung kommt aus den Bereichen Stromnetze, Energiespeicher, Elektronik und Künstliche Intelligenz.

Bei den Lagerbeständen sanken die sichtbaren Gesamtbestände in dieser Woche um insgesamt 21.913 Tonnen oder 2,1 % auf 1.048.203 Tonnen. Der Rückgang war hauptsächlich auf die LME (minus 14.200 Tonnen) und die Shanghai Futures Exchange (SHFE, minus 13.055 Tonnen) zurückzuführen, während die COMEX-Lagerbestände um 5.342 Tonnen zunahmen. Obwohl die globalen Gesamtlagerbestände immer noch 146,7 % über dem Niveau des gleichen Zeitraums im Jahr 2025 liegen, sendet die regionale Verteilung angespannte Signale: Die Lagerbestände in London und Shanghai sinken kontinuierlich, während in New York aufgrund von Zollerwartungen weiterhin Metall gehortet wird.

Die Preisdifferenz zwischen dem COMEX-Dreimonatskupfer und der LME hat sich zwar gegenüber den jüngsten Höchstständen etwas verringert, spiegelt aber weiterhin eine US-Prämie wider. Der Markt führt diese Differenz auf präventive Käufe und regulatorische Unsicherheiten zurück – die Zölle auf raffiniertes Kupfer sind noch nicht endgültig festgelegt. Diese Umverteilung der Lagerbestände unterstreicht den Einfluss der US-Handelspolitik auf die internationale Kupferpreisbildung.

Mit Blick auf die kommende Woche stellt der Bericht fest, dass der Markt weiterhin von US-Zollentscheidungen, der Entwicklung des US-Dollars sowie von Wirtschafts- und Inflationsdaten dominiert wird. Ohne klare Katalysatoren aus der chinesischen oder US-amerikanischen Handelspolitik könnte der Kupferpreis seitwärts tendieren. Es wird jedoch erwartet, dass das geringere Angebot in London und Shanghai, die Knappheit an Konzentraten sowie die Nachfrage aus den Bereichen Stromnetze, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz eine tiefere Korrektur des Kupferpreises begrenzen.

Der Bericht fasst fünf Faktoren zusammen, die die Widerstandsfähigkeit des Kupferpreises stützen: die Erwartung von US-Zöllen auf raffiniertes Kupfer; der Rückgang der chilenischen Produktion und die sinkenden Lagerbestände in London und Shanghai; die Verknappung von Konzentraten in Verbindung mit negativen Behandlungs- und Raffinierungsgebühren; das Risiko von Schwefel und Schwefelsäure; sowie die strukturelle Nachfrage, angetrieben durch Stromnetze, Rechenzentren, Künstliche Intelligenz und Elektrifizierung.

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