Ehemaliger kanadischer Verteidigungsminister Harjit Sajjan: Kritische Mineralien sind die neue Grenze der nationalen Sicherheit Kanadas
2026-07-05 15:14
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de.wedoany.com-Bericht: Der ehemalige kanadische Verteidigungsminister Harjit Sajjan betont, dass die Bedeutung kritischer Mineralien für die nationale Sicherheit zunehmend in den Vordergrund rückt. Der derzeitige Mitbegründer und Executive Chairman von Juno Industries erklärte in einem Interview mit dem Canadian Mining Journal, dass die auf Regeln basierende internationale Ordnung, die den globalen Handel mit kritischen Mineralien ermöglicht, untergraben wurde, was die direkte Verbindung zwischen kritischen Mineralien und militärischer Bereitschaft verstärkt habe.

Sajjan zufolge sind moderne Verteidigungssysteme in hohem Maße auf eine sichere Versorgung mit Mineralien angewiesen, die für Elektronik, Batterien und fortschrittliche Technologien benötigt werden, wodurch die Resilienz der Lieferkette zum Kern der Planung nationaler Sicherheit wird. Jüngste geopolitische Spannungen zwingen Länder dazu, die Sicherheit ihrer Lieferketten neu zu bewerten. Er betont, dass Kanada nicht in eine Situation geraten dürfe, in der die nationale Sicherheit durch den fehlenden Zugang zu bestimmten Mineralien oder Raffinerieanlagen gefährdet werde.

Angesichts der Tatsache, dass Kanada über große Vorkommen an kritischen Mineralien wie Nickel, Kobalt und Seltenen Erden verfügt, die nachgelagerten Verarbeitungskapazitäten jedoch im Ausland konzentriert sind, erklärt Sajjan, dass eine starke Abhängigkeit von der Verarbeitung im Ausland strategische Verwundbarkeiten schaffe. Er plädiert dafür, dass Kanada in die Raffinationstechnologie für kritische Mineralien investieren, die Produktionskapazitäten ausbauen und die gesamte Wertschöpfungskette von der Exploration über den Abbau bis zur Verarbeitung in den Blick nehmen sollte, anstatt nur den Bergbau zu unterstützen.

Sajjan stellt die Mission von Juno Industries vor, die als innovationsgetriebene Organisation mit Kanada zusammenarbeitet, um komplexe nationale Herausforderungen zu lösen, anstatt lediglich Produkte zu entwickeln. Das Unternehmen möchte der bevorzugte Industriepartner der Regierung bei neuen Herausforderungen werden und eine größere Rolle bei der Vorhersage von Verteidigungsbedürfnissen spielen.

Hinsichtlich der strategischen Bedeutung kritischer Mineralien zieht Sajjan einen Vergleich mit Erdöl im 20. Jahrhundert. Er ist der Ansicht, dass die Regierung Investitionen in die Lieferkette nicht allein stemmen könne; Bergbau- und Technologieunternehmen müssten eine wichtige Rolle übernehmen, insbesondere große Konzerne. Er schlägt vor, dass die Regierung Unterstützung bieten sollte, etwa durch die Festlegung von Basispreisen, um die wirtschaftliche Rentabilität von Investitionen in die Raffination kritischer Mineralien zu gewährleisten. Abschließend betont er, dass bedeutende öffentlich-private Partnerschaften für die nationale Souveränität unerlässlich seien.

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