de.wedoany.com-Bericht: Die niederländische Wasserbehörde (Rijkswaterstaat) hat offiziell die Entwicklungsphase des Power2Tow-Projekts eingeleitet. Drei Konsortien werden gleichzeitig neue Konzepte für nahezu emissionsfreie Notfall-Reaktionsschlepper (ERTV) sowie die dazugehörige maritime und landseitige Ladeinfrastruktur entwickeln. Am 30. Juni unterzeichnete Generaldirektor Martin Wijnen mit den drei Konsortien Kooperationsvereinbarungen, was den Beginn der substanziellen Projektumsetzung markiert.
Ein wesentliches Merkmal von Power2Tow ist, dass die niederländische Wasserbehörde gemeinsam mit den Konsortien in die Entwicklungsphase eintritt. Alle drei Konsortien erhalten Verträge und werden vergütet, um ihre jeweiligen innovativen Lösungen weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Dieses Modell schafft Raum für unterschiedliche technologische Ansätze und Innovationsideen, während die Konsortien Konzepte für Schiffe, maritime und landseitige Ladeinfrastruktur sowie den Betrieb des Gesamtsystems entwickeln müssen.
In der Entwicklungsphase werden die Vorschläge entwickelt, getestet und bewertet. Letztlich wird ein Konsortium ausgewählt, das das Projekt für die niederländische Wasserbehörde umsetzt und direkt einen Bau- und Betriebsvertrag erhält, ohne dass ein nachfolgendes Beschaffungsverfahren erforderlich ist. Jedes Konsortium besteht aus mehreren Unternehmen oder Organisationen, die jeweils ihre Fachkompetenz einbringen.
Die drei für die Entwicklungsphase ausgewählten Konsortien sind: Kustkracht (bestehend aus Kotug International B.V., IHC Defence B.V. und Bluewater Energy Services B.V.); das Konsortium aus Multraship Ocean Towage B.V., Damen Shipbuilding & Cooperation B.V. und Stillstrom A/S; sowie Smit Terminals Europe B.V. & Smit Salvage B.V.
Mit Power2Tow entwickelt die niederländische Wasserbehörde zukunftsorientierte Notfallschleppkapazitäten in der Nordsee. Das Projekt umfasst die Entwicklung von drei elektrischen ERTV, die in der Lage sind, mithilfe von Windenergie auf See aufzuladen, um Offshore-Windparks vor Kollisionen mit havarierten Schiffen zu schützen. Die Entwicklung maritimer und landgestützter Ladeinfrastruktur sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen über einen Zeitraum von 25 Jahren gehören ebenfalls zum Projektumfang. Die Schiffe werden so weit wie möglich elektrisch betrieben, während für Notfallschleppeinsätze nachhaltiges E-Methanol verwendet wird. Dies markiert einen wichtigen Schritt zur weiteren Dekarbonisierung des maritimen Sektors.










