Brasilien erweitert Stromnetz um 2.000 Kilometer und erreicht 218 GW Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2026
2026-07-05 17:13
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de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische Energiesektor hat durch Planung und Investitionen in den Bereichen Stromerzeugung und -übertragung das nationale Verbundsystem (SIN) gestärkt, die Versorgungssicherheit für Verbraucher verbessert und die Energiesicherheit erhöht. Zwischen 2023 und 2026 wurde die Stromintegration Brasiliens intensiviert und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung in verschiedenen Regionen gesteigert.

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Ein wichtiger Meilenstein war die Anbindung des Bundesstaates Roraima an das SIN. Nach der Inbetriebnahme der Übertragungsleitung Manaus–Boa Vista im Jahr 2025 sind nun alle Hauptstädte der brasilianischen Bundesstaaten in das nationale Stromübertragungsnetz eingebunden. Auch zuvor von isolierten Systemen versorgte Gebiete wurden angeschlossen, darunter Parintins und Itacoatiara im Bundesstaat Amazonas sowie Juruti im Bundesstaat Pará. Diese Regionen werden nun vom SIN versorgt, was die Versorgungszuverlässigkeit für Millionen von Einwohnern erhöht, die Abhängigkeit von thermischer Stromerzeugung und fossilen Brennstoffen verringert und die Kosten für Verbraucher senkt.

Der Minister für Bergbau und Energie, Alexandre Silveira, erklärte, dass Brasilien ein Stromsystem aufbaue, das zunehmend stärker, integrierter und zukunftsfähiger werde. Er wies darauf hin, dass die Anbindung des Bundesstaates Roraima an das nationale Verbundsystem ein historischer Moment für das Land sei, der die Fortschritte bei der Stromerzeugung, -übertragung und Energiesicherheit symbolisiere. Durch weitere Investitionen und Planung werde eine zuverlässigere Versorgung für Millionen Brasilianer sichergestellt.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 2.000 Kilometer Übertragungsleitungen kommerziell in Betrieb genommen, wodurch die Gesamtlänge des nationalen Stromnetzes auf über 192.000 Kilometer anstieg und die Stromübertragungs- und Austauschkapazität zwischen den Teilsystemen erhöht wurde. Im gleichen Zeitraum erreichte die zentrale Stromerzeugungskapazität Brasiliens 218 Gigawatt, wovon 84,8 % aus erneuerbaren Energien stammten. Mit der Inbetriebnahme von 62 Kraftwerken kamen 2.628 Megawatt neu installierte Leistung hinzu, während die dezentrale Mikro- und Kleinenergieerzeugung 50 Gigawatt überstieg. Ein Highlight ist das GNA II-Wärmekraftwerk in Rio de Janeiro mit einer installierten Leistung von 1,7 Gigawatt, das die Stromversorgung und Betriebssicherheit des SIN stärkt.

Die Investitionen des neuen Wachstumsbeschleunigungsprogramms (Novo PAC) trieben den Ausbau der Strominfrastruktur voran. Bis Juni 2026 wurden 446 Kraftwerke fertiggestellt, die der brasilianischen Strommatrix über 20 Gigawatt installierte Leistung hinzufügten und die Stromversorgung zur Deckung des wachsenden Bedarfs erweiterten. Darüber hinaus wurden durch Übertragungsausschreibungen Verträge für Tausende Kilometer neuer Leitungen und Umspannwerke abgeschlossen, wodurch die strategische Rolle des SIN für die nationale Entwicklung gestärkt wurde.

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